Wasserwirtschaft 5 / 2012


Lösung von Sedimentationsproblemen in Staugewässern
Reiner Bundesmann
J√§hrlich gehen etwa 1 bis 2 % des weltweiten Stauvolumens durch Sedimentation verloren. Dieser Verlust wird nicht einmal durch den aktuell bedeutenden Zubau von Talsperren kompensiert. In Stauseen werden somit Hochwasserr√ľckhalteverm√∂gen und Betriebsraum reduziert. Umgekehrt fehlt stromabw√§rts das f√ľr den Gew√§ssererhalt wichtige Sediment, so dass sich stromab durch die St√∂rung des urspr√ľnglichen Gleichgewichts Gew√§ssererosion und Substratmangel einstellen. Beispielsweise vertieft sich der Rhein in H√∂he der niederl√§ndischen Grenze seit dem Verbau von Gew√§ssern wegen Sedimentmangels jedes Jahr um etwa 3 cm. Inzwischen wird dieser Effekt durch die Bergsenkungen des Ruhrgebiets nicht mehr ausgeglichen.
Klima-, Vegetations- und Bodenzonen im geotektonischen Spannungsfeld der Erde
Dr. Peter Janetzko, Dr. Stephan Gebhardt
Geotektonische Prozesse laufen √ľber Erdzeitalter von Mio. Jahren bis hin zu kleineren Zyklen von einigen 100 bis >1 000 Jahre ab, w√§hrend sich klimatische Ver√§nderungen innerhalb von Jahrzehnten zeigen k√∂nnen. Die Vegetation folgt diesen Ver√§nderungen verh√§ltnism√§√üig rasch, w√§hrend die B√∂den mit einiger Verz√∂gerung reagieren. Im Folgenden soll der gegenw√§rtige tektonische Zustand bzw. die geotektonische Ausgangssituation (Megag√§a) und ihre Ver√§nderungen zusammen mit den klimatischen Folgen sowie die aktuelle Klimasituation mit den heutigen Vegetations- und Bodenzonen der Erde anhand dreier Beispiele dargestellt und ein Ausblick auf die k√ľnftige Entwicklung gegeben werden.
Der √∂sterreichische Leitfaden f√ľr den Bau von Fischaufstiegshilfen ‚Äď Grundlagen und Vorschl√§ge
Dr. Paul Jäger
Die Verpflichtung zur Bewahrung bzw. zur Wiederherstellung des guten fisch√∂kologischen Zustandes der Gew√§sser hat auch in √Ėsterreich den Bau von Fischwanderhilfen (FAH) beschleunigt. Mit der Forderung die Lebensr√§ume der Mitteldistanzwanderfische vordringlich wieder √∂kologisch zu vernetzen, muss in √Ėsterreich das Wissen um die √∂kologischen und technischen Anforderungen an Fischaufstiegsanlagen rasch aktualisiert und verbreitet werden. Die Grundlagen des FAH-Leitfadens bilden die fachliche Basis daf√ľr.
Katastrophales Hochwasser im Einzugsgebiet der Lausitzer Neisse im August 2010
Dr.-Ing. MieczysŇāaw S. Ostojski, Dr.-Ing. Ryszard Kosierb, Dr.-Ing. Leszek Jelonek
Die Niederschl√§ge, die in der ersten Augustdekade 2010 im oberen Flussgebiet der Lausitzer Nei√üe aufgetreten sind, haben ein Hochwasser bislang unbekannten Ausma√ües in dieser Region verursacht. An allen Pegeln der Lausitzer Nei√üe sowie an ihren oberen Zufl√ľssen wurden die bisherigen absoluten maximalen Wasserst√§nde und Abfl√ľsse stark √ľberschritten. Katastrophale Abfl√ľsse auf tschechischer Seite an der Smńõd√° (polnischer Name Witka), durch den Zufluss aus den Gew√§ssern auf polnischer Seite verst√§rkt, f√ľhrten zum Bruch des Erddammes am Speicher Nied√≥w. Nach einer Analyse der Zuflussh√∂he zum Stausee Nied√≥w kann vorsichtig festgestellt werden, dass der Zufluss zum Speicher die Abgabe seiner Ablasseinrichtungen √ľberschritten hat. Doch durch eine betr√§chtliche Reduktion der Hochwasserwelle in dem √úberflutungsgebiet im Witka-Tal unterhalb des Speichers und das Einstr√∂men gro√üer Wassermengen in den Tagebaurestsee Berzdorf auf deutscher Seite wurden die Auswirkungen der Staudamm-Havarie auf die Abfl√ľsse der Lausitzer Nei√üe erheblich gemindert. Allerdings ist zu betonen, dass das Hochwasser an der Lausitzer Nei√üe selbst einen katastrophalen Charakter hatte, und, abgesehen von der Havarie des Speichers Nied√≥w, die St√§dte, die an den oberen Zufl√ľssen der Nei√üe und im Tal der Lausitzer Nei√üe selbst liegen, √ľberflutet wurden.
MIXED-IN-PLACE-Wände als integraler Bestandteil von Hochwasserschutzmaßnahmen
Dr.-Ing. Patrik Wenzl, Dipl.-Ing. Susanne Klima
Die Verwendung von MIP-W√§nden als Bestandteil von Hochwasserschutzma√ünahmen hat sich bei einer Vielzahl von ausgef√ľhrten Hochwasserschutzma√ünahmen bew√§hrt und ist zwischenzeitlich als kosteng√ľnstiger Stand der Technik im Hochwasserschutz anzusehen. Wie anhand der Beispiele aufgezeigt, kann einer MIP-Wand nicht nur eine reine Dichtfunktion zugewiesen werden, sondern sie ist auch durch die M√∂glichkeit einer statischen Nutzung als integraler Bestandteil von Hochwasserschutzma√ünahmen einsetzbar. Lasten z. B. aus permanentem oder mobilem Hochwasserschutz k√∂nnen durch vertikale Aussteifungen (bevorzugt Stahltr√§ger) zielsicher abgetragen werden. Zudem erweist sich die Verwendung des anstehenden Bodens als Bestandteil des Dichtwandmaterials als verfahrenstechnischer Vorteil des MIP-Verfahrens. Im Vergleich zu alternativen Verfahren werden Ressourcen geschont ‚Äď einschlie√ülich einer geringeren Anzahl an Transporten z. B. f√ľr Aushubmaterial ‚Äď, was folglich oft eine wirtschaftlichere Realisierung der Bauma√ünahme erm√∂glicht.
Verbesserung und Wiederherstellung der Durchg√§ngigkeit f√ľr Fische in Bundeswasserstra√üen
PD Dr. Jochen Koop, Christian von Landw√ľst, Steffen Wieland, Matthias Scholten
Trotz vieler Erfolge ist die √∂kologische Funktionsf√§higkeit der gro√üen Flusssysteme in Deutschland letztendlich noch nicht zufrieden stellend. Vor allem die √∂kologische Durchg√§ngigkeit gro√üer Fl√ľsse und ihrer Nebengew√§sser f√ľr Fische muss verbessert werden.
Das Projekt Energiespeicher Riedl
Dr. Dominik Mayr, J√ľrgen Schmau√ü, Dipl.-Ing. Sabine Neuwerth
Die Donaukraftwerk Jochenstein AG (DKJ) plant beim Laufwasserkraftwerk Jochenstein an der Donau im Landkreis Passau die Errichtung eines modernen Pumpspeicherkraftwerkes mit einer Leistung von 300 Megawatt, genannt Energiespeicher Riedl. Bei der geplanten Anlage handelt es sich um ein raumbedeutsames Vorhaben nach dem Raumordnungsgesetz. Daher reichte die DKJ als Antragstellerin die Unterlagen zum Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Niederbayern ein, welche das Verfahren mit der positiven landesplanerischen Beurteilung am 01.08.2011 unter Ma√ügaben abschloss, die zu einer Optimierung der Projektauslegung f√ľhrten.
Der enature¬ģ FISHPASS ‚Äď eine nachhaltige L√∂sung mit System und deren Einsatz in der Praxis
Dipl.-Ing. Michael Pötsch
In diesem Beitrag wird das innovative Fertigteilsystem einer Fischaufstiegsanlage vorgestellt, das den Bed√ľrfnissen der Gew√§sserorganismen in optimierter Weise gerecht wird und gleichzeitig den Wasserbedarf auf ein Minimum reduziert. Im Vergleich zum Standard-Vertical- Slot- Fischpass weist das System eine verbesserte √∂kologische Funktion (Fischpassierbarkeit) auf. Die Formgebung erm√∂glicht eine Reduktion des Betriebsdurchflusses (bis 40 %), der Flie√ügeschwindigkeit (bis 20 %), der Energiedissipation (bis 30 %) und der Turbulenzen (bis 35 %) im Beckenpass. Dadurch ist ein einfaches Durchwandern der Anlage auch f√ľr schwimmschwache Fischarten und Juvenile m√∂glich. Die Reduktion des Durchflusses wirkt sich dar√ľber hinaus positiv auf die Erzeugung der elektrischen Energie im Kraftwerk aus. Am Kraftwerk/Piesting in √Ėsterreich wird seit 2009 die erste Pilotanlage des enature¬ģ FISHPASS erfolgreich betrieben. Am Gew√§sser Ager und an der Laming wurden zwei weitere Anlagen im Jahr 2011 verwirklicht.
Neue Konzepte in der Datenfern√ľbertragung
Annette Weixler
Smart Wireless Bundles kombinieren das Know-how von OTT Hydromet und Adcon Telemetry f√ľr vereinfachte und energie-effiziente hydrometrische Anwendungen, zun√§chst mit GSM/GPRSdemn√§chst auch mit UHF-Funk√ľbertragung. Dank zentraler Administration und web-basiertem Datenzugriff eignen sich die neuen Kompaktsysteme insbesondere f√ľr Anwendungen, bei denen der schnelle Aufbau und unkompliziertes Handling im Vordergrund stehen.
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