Wasserwirtschaft 3 /2011


Akzeptanz und Umsetzung der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in der Wasserwirtschaftsverwaltung
Marc Daniel Heintz, Prof. Dr. J√ľrgen Pohl
Die 2007 erlassene EG-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie richtet den Umgang mit Hochwasser neu aus, indem sie eine systematische Risikoanalyse einfuhrt. Die ersten Reaktionen fielen in Deutschland gemischt aus: es gab sowohl Skepsis als auch Zuspruch. Eine Studie der Universitat Bonn zielte darauf ab, die Akzeptanz in der Wasserwirtschaftsverwaltung zu ueberpruefen sowie Chancen und Problemen bei der Implementation aufzuzeigen. Hierzu wurden Expertengesprache im Rhein-Einzugsgebiet durchgefuehrt.
Modellierung historischer Abflussverh√§ltnisse f√ľr die Hochwasserprognose
Dipl. Hyd. Franziska Kirsch, Prof. Dr.-Ing. habil. Reinhard Pohl
Um historische Durchflussangaben an Fl√ľssen, die in die Hochwasserstatistik eingehen, √ľberpruefen und bewerten zu k√∂nnen, werden 1-D- und 2-D-Wasserspiegellagenberechnungen unter Verwendung historischer morphologischer Daten durchgef√ľhrt. Die Methodik sowie ihre M√∂glichkeiten und Grenzen werden am Beispiel der Elbe im Stadtgebiet von Dresden erl√§utert. Es wird deutlich, dass die notwendigen Korrekturen auch Auswirkungen auf die Hochwasserstatistik und damit auf die Schutzgrade haben.
Grundlagen der Gew√§ssermorphologie ‚Äď immer noch ein Stiefkind der Wasserwirtschaft?
Dipl.-Ing. Wolfgang Range
In der Europaischen Wasserrahmenrichtlinie wird der ‚Äěgute Zustand‚Äú bzw. das ‚Äěgute √∂kologische Potenzial‚Äú der Fliessgew√§sser gefordert. Hierzu hat die 64. Umweltministerkonferenz auf das erforderliche Ziel einer weiteren Verbesserung von Gew√§sserstruktur und Durchgangigkeit hingewiesen. Die Strukturen in und an unseren Fliesgew√§ssern sowie ihre laufende Umformung bilden die Voraussetzung f√ľr die nat√ľrliche biologische Vielfalt und den Artenreichtum. Die gegenseitige Beeinflussung von Abfluss, Morphologie und Biologie ist von zentraler Bedeutung fur alles Leben in und an den Gew√§ssern. Im Beitrag werden die Natur gegebenen Ver√§nderungen des √Ėkosystems Fliesgewasser, die morphologischen Prozesse und die gewaltigen, in diesem System wirkenden Krafte angesprochen; ferner die f√ľr die Arbeit an unseren Gewassern zu ziehenden Folgerungen und grundlegenden Anregungen. Damit soll verdeutlicht werden, dass unsere Gew√§sser eben keine Spielwiese sind, in welcher der Mensch vorwiegend nach mehr oder minder optischen Gesichtspunkten wirken und gestalten darf.
Ein praktisches Berechnungsverfahren zur Regulierung von Dränsystemen durch Kulturstaue
Prof. a. D. Dr. Isidor Storchenegger, Dipl.-Ing. Barbara Bohne, Prof. a. D. Dr. Dr. h. c. Peter Widmoser
Mit Hilfe von Stauwehren kann der Grundwasserstand in Dr√§nfl√§chen so gesteuert werden, dass den Belangen der Landwirtschaft, des Hochwasserschutzes und der Gew√§sserg√ľte Rechnung getragen wird. F√ľr die Wechselwirkungen zwischen Niederschlag, Grund- und Vorfluterwasserstand, Dr√§nabfluss und Abfluss √ľber ein Wehr wurde ein auf Excel basierendes, leicht anwendbares Berechnungsverfahren entwickelt. Beispielrechnungen zeigen M√∂glichkeiten des vorbeugenden Hochwasserschutzes in verschiedenen B√∂den, den Einfluss des Dr√§nabstandes und der Krautungsh√§ufigkeit im Vorfluter auf die Funktionsweise des gesamten Systems.
Große Laufwasserkraftwerke im Einzugsgebiet der Elbe
Prof. Dr. Udo Rindelhardt
In Deutschland ist die Grenze zwischen sogenannten gro√üen und kleinen Wasserkraftanlagen (WKA) bei einer Generator-Leistung von 1 MW festgelegt. Die vorliegende Untersuchung stellt den aktuellen Stand der gro√üen WKA im deutschen Elbe-Einzugsgebiet dar. An der Elbe selbst bestehen heute keine Voraussetzungen (Staustufen) f√ľr die Nutzung der erheblichen Wasserkr√§fte (etwa 1 TWh/a). Die 32 an den Nebenfl√ľssen der Elbe arbeitenden WKA haben eine Leistung von insgesamt etwa 60 MW, wovon 52 MW etwa zu gleichen Teilen auf die Flussgebiete der Saale und der Mulde entfallen. Neubaum√∂glichkeiten f√ľr weitere WKA an bestehenden Stauanlagen mit einer Leistung von 16 bis 18 MW werden derzeit untersucht.
Mit dem Wasser im Kleinen Aralsee kehrt Leben zur√ľck
M. Sc. Gundula Klämt
Der Aralsee verlandete w√§hrend der Sowjetzeit durch viel zu gro√üe und technisch uneffiziente Bew√§sserungssysteme zu einer Salzw√ľste. Nachdem die eurasischen Regionen ihre Unabh√§ngigkeit innerhalb der GUS erlangten, wurde der abgetrennte Nordteil des Aralsees durch den Kokaral-Staudammbau und sieben Stauwerke im kasachischen Syrdarja- Flussbett gerettet. Doch noch hat der Kleine Aralsee seinen urspr√ľnglichen Wasserstand nicht erreicht, so dass der Hafen von Aralsk unver√§ndert trocken liegt. Der Internationale Fonds f√ľr die Rettung des Aralsees schlug darum Varianten f√ľr einen weiteren Wasseranstieg vor.
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