Gemeinsame PM von BDSV und VDM

Die deutsche Rohstoffpolitik bleibt beim ElektroaltgerĂ€tegesetz hinter ihren AnsprĂŒchen zurĂŒckzum Entwurf des ElektroG

Die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) und der Verband Deutscher MetallhĂ€ndler und Recycler (VDM) zeigen sich enttĂ€uscht ĂŒber den veröffentlichten Entwurf des ElektroaltgerĂ€tegesetzes.

Die Bundesregierung hĂ€tte mit der Novellierung des ElektroG die Chance gehabt, die Rohstoffsicherheit unseres Landes zu verbessern, aber der vorliegende Entwurf bleibt weit hinter unseren Erwartungen zurĂŒck, stellen die VerbĂ€nde fest. Schlimmer noch: Der fehlende Wille zur Verbesserung der Erfassung fĂŒhrt tĂ€glich zu verheerenden BrĂ€nden in Recyclinganlagen, Sammelfahrzeugen und auf Recyclinghöfen, die der Rohstoffwirtschaft erhebliche SchĂ€den in Millionenhöhe zufĂŒgen und Leib und Leben der Menschen gefĂ€hrden, die unsere Rohstoffe aufbereiten.

Elektronikschrott enthÀlt viele kritische Rohstoffe, auf die unser Land angewiesen ist. Eine seriöse Rohstoffpolitik, die neben Bergbau und Importen auch auf die Wiederverwertung heimischer Rohstoffe setzen will, muss eine Antwort auf die Frage geben, wie sie die Brandsituation durch falsch entsorgte batteriehaltige ElektroaltgerÀte in den Griff bekommen will. Denn wenn unsere PlÀtze brennen, bricht ein Grundpfeiler der deutschen Rohstoffpolitik zusammen.

Die VerbÀnde fordern daher die Bundesregierung auf, im Rahmen des anstehenden Gesetzgebungsverfahrens
  • jeden Inverkehrbringer batteriehaltiger GerĂ€te mit einem festzulegenden Betrag an einem Fonds zum Schutz vor AnlagenbrĂ€nden zu beteiligen.
  • die Hersteller zu verpflichten, jede Kommune bei der Sammlung finanziell zu unterstĂŒtzen.
  • die Kommunen zu verpflichten, jede Ladung aktiv als batteriefrei zu deklarieren, bevor sie den Hof verlĂ€sst.
  • die Kommunen bei Nichteinhaltung entsprechend zu sanktionieren.
Lob haben die VerbĂ€nde, dass bei der Sammlung am Wertstoffhof die ElektroaltgerĂ€te zukĂŒnftig ausschließlich durch geschultes Personal des Wertstoffhofes in die SammelbehĂ€lter sortiert, werden sollen. Die verpflichtende Annahme von ElektronikaltgerĂ€ten durch Fachpersonal und die damit verbundene gezielte Trennung von batteriehaltigen und batteriefreien AltgerĂ€ten ist unabdingbar und zwingend notwendig.

Link zur Originalnachricht >>>

© BDSV - Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.



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