EU-Umweltbericht 2015

BDE appelliert an Kommission, das neue Abfallpaket nach den Ergebnissen des Berichtes auszurichten

Die Europäische Umweltagentur stellt in ihrem Anfang März veröffentlichten Bericht „Die Europäische Umwelt: Stand und Ausblick 2015“ fest, dass noch immer ein Großteil des Siedlungsabfalls in der EU– 58,7 Prozent – nicht recycelt oder wiederverwertet wird. Trotz insgesamt steigender Recyclingraten in Europa werden viele Mitgliedsstaaten laut Bericht das vereinbarte Ziel, bis 2020 die Recyclingquote von Siedlungsabfall auf 50 Prozent anzuheben, nicht ohne zusätzliche Anstrengungen erreichen. Insbesondere die neueren Mitgliedsstaaten haben in diesem Bereich noch Defizite.

Gleichzeitig hebt der Bericht allerdings auch hervor, dass die Verwendung von Primärrohstoffen in den letzten 5 Jahren um 19 Prozent zurückgegangen und in fast allen Mitgliedsstaaten ein Fortschritt im Bereich Recycling festzustellen ist. Als Erfolgsfaktor für diese positiven Entwicklungen nennt der Bericht die Zielsetzungen der EU-Abfallgesetzgebung und spricht sich für weitergehende Maßnahmen zur weiteren Begrenzung der Deponierung und dem Abbau von Hindernissen für das Recycling aus.

„Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des EU-Umweltberichts könnte nicht besser gewählt sein. Wir haben ein Problem mit der Umsetzung der EU-Abfallgesetzgebung in einigen Mitgliedsländern. Wir haben dort wachsende Deponiekapazitäten bei gleichzeitig sehr langsam wachsenden Behandlungskapazitäten. Der Bericht veranschaulicht, dass die Fortschritte hin zu einer europäischen Kreislaufwirtschaft auf einem europäischen Rechtsrahmen gründen. Dieser muss fortgeschrieben werden, damit die Rohstoffabhängigkeit weiter reduziert, die CO2-Bilanz weiter verbessert und die Ressourceneffizienz weiter gesteigert werden. Das zurückgezogene Kreislaufwirtschaftspaket war eine gute Diskussionsgrundlage, diese Ziele zu erreichen. Nach den Ankündigungen von Vizepräsident Timmermans am Montag im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments steht zu hoffen, dass der neue Vorschlag noch besser sein wird. Jetzt müssen auf Worte Taten folgen“, so Peter Kurth, Präsident des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., zum Umweltbericht.

Quelle: EM / BDE



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV) (30.04.2015)
 
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