Erdbebensicherheit von Stauanlagen ‚Äď Umgang mit neuen Erkenntnissen zur Erdbebengef√§hrdung
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DIN 19 700 regelt den Nachweis der Erdbebensicherheit von Stauanlagen in Deutschland. Darin ist das zu ber√ľcksichtigende Niveau der seismischen Gef√§hrdung festgelegt. Aber ‚Äď im Vergleich zum Hochbau ‚Äď fehlen genaue Beschleunigungswerte mit dem Hinweis auf das Erfordernis der Anfertigung standortspezifischer seismologischer Gutachten. Aktuelle Weiterentwicklungen im Bereich der Methodik der seismischen Gef√§hrdungsanalyse k√∂nnen zu einer √Ąnderung der Bewertung der seismischen Gef√§hrdung f√ľhren. Damit ist beim Erdbebennachweis bestehender Anlagen umzugehen.

Normen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ‚Äď Ingenieurm√§√üige Beurteilung im Talsperrenbau
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Normen allein k√∂nnen nicht die ingenieurm√§√üige Beurteilung im Talsperrenbau ersetzen. Auch Rechenprogramme liefern nur Ergebnisse, die von der Qualit√§t der Eingabedaten und des Programmes abh√§ngen. Weiterhin steht das angestrebte Sicherheitsniveau in unmittelbarem Zusammenhang mit wirtschaftlichen Anforderungen und M√∂glichkeiten. In diesem Spannungsfeld liegt die ingenieurm√§√üige Beurteilung von Planung, Bauausf√ľhrung und √úberwachung von Talsperren. In dem Beitrag werden Beispiele aufgezeigt, bei denen dieses ‚ÄěEngineering Judgment‚Äú (nach Ralf B. Peck) fehlte. Engineering Judgment bedarf der Kenntnis von Theorie, Berechnung, Konstruktion und vor allem auch der praktischen Erfahrung. Schon in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat der weltweit gesch√§tzte Praktiker und Professor f√ľr Geotechnik Peck die Frage gestellt: ‚ÄěWhere has all the Judgment gone?‚Äú Engineering Judgment bedingt Theorie und Praxis: Das Wappen des weltweit ber√ľhmten Massachusetts Institute of Technology (MIT) beinhaltet die Intelligenz des Geistes und der H√§nde (‚Äěmens et manus‚Äú) ‚Äď der Ingenieur sollte beides vereinen.

Unterwasserabgabe nicht aus dem Grundablass ‚Äď Motive und Folgen alternativer Ausleittiefen
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In der Regel wird der Unterlauf von Talsperren in Deutschland aus dem Grundablass gespeist. Es gibt jedoch Anl√§sse, die Speisung des Unterlaufes nicht √ľber den Grundablass zu realisieren, sondern daf√ľr Wasser aus h√∂heren Bereichen des Wasserk√∂rpers zu entnehmen. In diesem Beitrag werden Motive, Modellierungsergebnisse sowie zu erwartende Folgen vorgestellt und diskutiert. Die vorgestellten Beispiele zeigen, dass die Errichtung epilimnischer Abgabem√∂glichkeiten eine Einzelfallentscheidung unter Abw√§gung der zu ermittelnden Kosten-Nutzen-Faktoren ist.

Talsperren und Speicher als lebenswichtige Infrastrukturanlagen f√ľr den weltweiten Wohlstand
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Hydraulische Infrastrukturanlagen und insbesondere Talsperren sowie Speicher sind seit jeher die Grundlage f√ľr die wirtschaftliche Gesundheit sowie die soziale Wohlfahrt einer jeden Gesellschaft. Sie werden im Hinblick auf den Klimawandel noch eine bedeutendere Rolle spielen sowohl zur Verminderung m√∂glicher Auswirkungen als auch zu ihrer Bew√§ltigung. Ein Hauptproblem in diesem Jahrhundert wird es sein, die Menschheit mit umweltfreundlicher, erneuerbarer Energie sowie mit Wasser in ausreichender Qualit√§t und Quantit√§t zu versorgen, f√ľr einen erfolgreichen Kampf gegen Hunger, Armut und Krankheit.

Implementierung eines Dam-Safety-Management-Systems ‚Äď Erfahrungen bei der Umsetzung
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Gem√§√ü nationalen und internationalen Richtlinien sind Stauanlagen so zu betreiben, dass Sch√§den an Mensch, Umwelt oder Eigentum √ľber die gesamte Nutzungsdauer vermieden werden. Um dies zu gew√§hrleisten, ist ein entsprechendes Stauanlagensicherheitskonzept in die betrieblichen Prozesse zu integrieren. Dies stellt insbesondere f√ľr Betreiber von internationalen Stauanlagenportfolios auf Grund der unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben, Regularienund Standards eine gro√üe Herausforderung dar. Uniper als Betreiber von 225 Stauanlagen in Europa, hat daher ein Regelwerk entwickelt, welches ein l√§nder√ľbergreifendes Stauanlagensicherheitskonzept, das Dam-Safety-Management-System, definiert.

Erweiterte Nutzung von Trinkwasser-Talsperren unter energetischen Aspekten
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Vor dem Hintergrund schwankender Verf√ľgbarkeit von erneuerbarer Energie und variierender Energiepreise k√∂nnten die enormen energetischen Potenziale von Talsperren weitergehender als bisher genutzt werden. Im BMBF-Vorhaben ENERWA werden deshalb die Auswirkungen einer Flexibilisierung des Abflussregimes auf die √∂kologische Qualit√§t des Wasserk√∂rpers und den Unterlauf sowie auf die Rohwasserqualit√§t f√ľr die Trinkwasseraufbereitung eingehend untersucht. Dabei m√ľssen sowohl wasserwirtschaftliche, qualit√§tsbezogene, √∂kologische und technische Restriktionen ber√ľcksichtigt werden. Weitere Autoren: Jan Echterhoff Forschungsinstitut f√ľr Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e. V. Kackertstra√üe 15-17 52056 Aachen echterhoff@fiw.rwth-aachen.de Thomas Mei√üner Universit√§t Duisburg-Essen, Abteilung Aquatische √Ėkologie Universit√§tsstra√üe 5 45141 Essen thomas.meissner@uni-due.de Markus Sch√ľtt Universit√§t Duisburg-Essen, Abteilung Aquatische √Ėkologie Universit√§tsstra√üe 5 45141 Essen markus.schuett@uni-due.de

Rappbodetalsperre: Instandsetzung der Grundablässe und Nutzung von Wasserkraft
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F√ľr die mit 106 m h√∂chste Talsperre Deutschlands, die Rappbodetalsperre, wird ein Gesamtkonzept zur Instandsetzung der Grundabl√§sse aufgestellt. Die in der Mauer befindlichen Regulierverschl√ľsse werden durch Absperrverschl√ľsse ersetzt. Die Regulierverschl√ľsse werden an das Ende der verl√§ngerten Grundablassleitungen in ein neues Schieberhaus verlegt und m√ľnden in eine Toskammer. Im Zusammenhang mit den Instandsetzungsma√ünahmen der Grundabl√§sse wird eine Wasserkraftanlage zur Nutzung der Wasserabgabe aus einem Grundablass installiert.

Anwendung eines neuartigen Ansatzes f√ľr die Regelung des Talsperrensystems der Megastadt Lima (Peru)
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Die Megastadt Lima (Peru) mit 9,5 Mio. Einwohnern ist mit ca. 9 mm Jahresniederschlag nach Kairo die zweittrockenste Stadt der Welt. Die Trinkwasserversorgung erfolgt zu 79 % √ľber die Abfl√ľsse des Flusses Rimac und einem Talsperrensystem, bestehend aus 22 Speichern mit einer Gesamtkapazit√§t von 332 Mio. m¬≥. Daneben hat die mit dem System erzeugte Energie einen Anteil von 11 % an der landesweiten Stromproduktion und deckt den Wasserbedarf der regionalen Landwirtschaft sowie Industrie. Der Beitrag stellt an diesem Beispiel die Nutzung eines neuen, leicht zu implementierenden Ansatz zur Regelung der Wasserabgabe vor.

Anforderung an die Qualifikation von Personal gro√üer Stauanlagen ‚Äď Finden wir eine gemeinsame Sprache?
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Talsperren sind hochkomplexe Bauwerke, die, in Verbindung mit ihren unterschiedlichen Nutzungsanspr√ľchen, die Erschlie√üung eines vielf√§ltigen und breiten Wissens einerseits aber auch Spezialwissen andererseits bei dem betreuenden Personal erfordern. Auch in Hinblick auf das Gef√§hrdungspotenzial rechtfertigt sich ein Blick auf die erforderliche Qualifikation des Personals an Stauanlagen. Um Transparenz und Klarheit zu erzielen, werden die Anforderungen an die Qualifikation von Personal an gro√üen Stauanlagen hinsichtlich des Aufgaben- und Verantwortungsspektrums konkretisiert. Die Ver√∂ffentlichung stellt einen Zwischenstand dar und steht somit zur Diskussion.

Erfahrungen bei der Reaktivierung bestehender Talsperren f√ľr die Bew√§sserung
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Dieser Beitrag beleuchtet Anreize und Hindernisse einer verst√§rkten Nutzung der Brauchwassertalsperren in Th√ľringen. Als Ergebnis von Firmenbefragungen wird umrissen, mit welchem Leistungsspektrum der Stauanlagenbetreiber neue Bew√§sserungsvorhaben unterst√ľtzen kann. Au√üerdem werden Betrachtungen zur Wirtschaftlichkeit aus Sicht beider Vertragspartner sowie die Eckdaten des innovativen Bew√§sserungsprojektes der Agra-Milch e. G. vorgestellt. Perspektivisch ist auf Grund des Klimawandels von einer steigenden Nachfrage nach Bew√§sserungswasser auszugehen.

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