Optische Methoden ermöglichen neuen Blaualgen-Schnelltest
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2021)
Verf√§rbt sich im Sommer das Wasser in Badeseen und Teichen gr√ľn, dann handelt es sich dabei oft um Blaualgen. Diese k√∂nnen f√ľr Mensch und Tier gef√§hrliche Gifte in sich tragen, so dass immer wieder Gew√§sser von den Beh√∂rden schon vorsorglich gesperrt werden m√ľssen. Ein Physiker- und Physikerinnenteam arbeitet an der Leibniz Universit√§t Hannover an einem Schnelltest, um die giftigen Blaualgen schon vor Ort sicher von den harmlosen zu unterscheiden. Damit k√∂nnen die Kosten f√ľr Wasseruntersuchungen gesenkt und unn√∂tige Gew√§ssersperrungen vermieden werden.

Kolkexperimente an Br√ľckenpfeilern unter Sedimenttransportbedingungen mit Polystyrolgranulat
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2021)
Br√ľckenzerst√∂rungen durch Auskolkungen erfolgen bei hohen Str√∂mungsintensit√§ten, die im Wasserbaulabor nur schwierig nachzubilden sind. In einer hydraulischen Versuchsrinne mit Sedimentr√ľckf√ľhrung wurden physikalische Modellversuche zur Kolkbildung an Br√ľckenpfeilern unter Klarwasserbedingungen, bei Geschiebetransport und Suspensionstransport durchgef√ľhrt. Als Sediment wurde das Kunststoffgranulat Polystyrol verwendet. Die Flie√ügeschwindigkeiten betrugen das 0,8- bis 8,5-fache der kritischen Geschwindigkeit des Sohlenmaterials. Die maximale Kolktiefe wurde kontinuierlich mit einer endoskopischen Kamera aus dem Inneren eines kreisrunden Plexiglaszylinders gemessen.

Modelluntersuchungen zum Kolkprozess am Wehr Geesthacht
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Untersuchungen an der Wehranlage Geesthacht zeigen, dass Kolkprozesse in gegenst√§ndlichen Modellen nach wie vor eine Herausforderung darstellen. Einerseits erfordert die Abbildung der morphologischen Prozesse von feinen Sedimenten Kompromisse bei der Natur√§hnlichkeit. Andererseits sind ber√ľhrungslose Methoden erforderlich, um den Kolkprozess im laufenden Versuch zu beobachten. Insgesamt konnten die ma√ügebenden Randbedingungen f√ľr den Kolkprozess aufgezeigt werden, so dass Sicherheit f√ľr die Planung der notwendigen geometrischen Ver√§nderungen des Tosbeckens und f√ľr die Konzeptionierung der Kolksicherungsstrecke besteht.

Neue Wege in der experimentellen morphodynamischen Modellierung durch die Verwendung von Kunststoffgranulat-Sieblinien
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Morphodynamische Modellexperimente sind im wasserbaulichen Versuchswesen nach wie vor ein unverzichtbares Hilfsmittel, um die komplexen Fragestellungen, die bei morphodynamischen Prozessen auftreten, einsch√§tzen zu k√∂nnen. Die √úbertragung der morphodynamischen Prozesse von Natur auf das Modell ist jedoch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. So wird die Sedimentcharakteristik eine Natursieblinie aus einem Sand-Kies-Gemisch √ľblicherweise auf ein Modellsediment aus Einkorn-Kunststoffgranulat √ľbertragen.

Wasserbauliches Versuchswesen im 21. Jahrhundert
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Das wasserbauliche Versuchswesen hat eine √ľber hundertj√§hrige Tradition und liefert nach wie vor einen wesentlichen Beitrag zur Beantwortung aktueller hydraulischer und morphologischer Fragestellungen. W√§hrend im 20. Jh. wasserbauliche Modellversuche oftmals die einzige M√∂glichkeit waren, komplexe hydraulische Fragestellungen mit einer hinreichenden Prognosesicherheit zu beantworten, liegen im 21. Jh. oftmals die Schwerpunkte in den morphologischen Experimenten und in detaillierten Grundlagenuntersuchungen. Da die zu beantwortenden Fragestellungen immer komplexer, die Naturdaten in ihrer Qualit√§t und Quantit√§t immer besser und die Anforderungen an die Genauigkeiten der Ergebnisse immer h√∂her werden, sind Laborversuche unabdingbar, um weiterhin das Prozessverst√§ndnis zu verbessern. Die Erkenntnisse aus den wasserbaulichen Experimenten dienen als Grundlagen f√ľr die L√∂sungsans√§tze numerischer Modelle und sind damit auch f√ľr deren Weiterentwicklung unabdingbar.

Versuchsbetrieb mit Sedimentmischungen aus Kunststoffgranulaten
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In gegenst√§ndlichen morphologischen Flussmodellen wird das Natursediment h√§ufig durch Kunststoffgranulate nachgebildet. F√ľr den Umgang mit homogenem Material liegen gute Erfahrungen zum Laboralltag vor. Neuerdings werden Flussmodelle zur Nachbildung weitgestufter Kornverteilungen mit Mischungen aus Granulaten unterschiedlicher Dichte betrieben. Dazu sind neue Verfahren und Ger√§te f√ľr das Wasserbaulabor zu entwickeln. Optische Verfahren k√∂nnen f√ľr eine √úberpr√ľfung der Mischungsverh√§ltnisse verwendet werden. Die Vermessung der Modelltopographien stellte ein ungeahntes Problem dar, da die g√§ngigen Laserscanner nicht in der erforderlichen Genauigkeit bei halbtransparenten Kunststoffen arbeiten, so dass photogrammetrische Methoden besser geeignet sind. Die verwendeten Sedimentmischungen m√ľssen nach einem Versuch wieder getrennt werden. Ein modifizierter Gegenstrom-Sichter wurde entwickelt, welcher die Kunststoffgranulate mit einer hohen Trennsch√§rfe separieren kann.

Der Nieders√§chsische Weg und seine nachhaltigen Verbesserungen f√ľr den Arten- und Gew√§sserschutz
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Nachdem 2019 in Bayern ein Volksbegehren Artenvielfalt ‚ÄěRettet die Bienen!‚Äú durchgef√ľhrt und dessen Ma√ünahmenpaket samt Begleittext im Landtag verabschiedet wurde, gab es auch in Niedersachsen eine vergleichbare Initiative. √úber Ergebnisse mit Bezug zur Wasserwirtschaft wird berichtet.

Die Brauchwasserversorgung aus den westdeutschen Schifffahrtskanälen
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Die westdeutschen Kan√§le sind eine Multifunktionsanlage, die zum einen die Schifffahrt auf den Wasserstra√üen und zum anderen den Verbund von Lippe, Ruhr und Rhein erm√∂glicht mit dem Ziel, kosteng√ľnstiges Brauchwasser f√ľr Kraftwerke, Industrie- und Gewerbe sowie Wasserversorgungsunternehmen aus den Kan√§len bereitzustellen und die Niedrigwasserf√ľhrung der Lippe in Trockenzeiten anzuheben. Der Wasserbedarf ist durch den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel einem Wandel unterworfen.

Handbuch der Ingenieurwissenschaften
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Das zwischen 1880 und 1914 in vier Auflagen herausgegebene Handbuch der Ingenieurwissenschaften ist heute nur wenigen bekannt. Dabei findet sich dort eine Unmenge von Informationen zu den wichtigsten bautechnischen Fragen. Ziel dieser Arbeit ist es, dieses gro√üe Werk anhand der B√ľcher zum Wasserwesen einer gr√∂√üeren Zahl von Berufskollegen vorzustellen. Damit sollen Entstehungen und Entwicklungen unserer heutigen Bauwelt beschrieben, illustriert und n√§hergebracht werden. Auf mehr als 8 000 Seiten werden alle damals als wichtig erachteten Themen des Wasserwesens von der Hydrologie zur Hydraulik, von der Wasserversorgung zur Abwasserableitung, von Fl√ľssen und Talsperren hin zu H√§fen und Stromm√ľndungen beschrieben. Im Extremfall l√§sst sich dieses nahezu einzigartige Werk des Ingenieurwesens mit dem heutigen Internet vergleichen.

Ausweisung eutrophierter Gebiete nach ¬ß 13a D√ľngeverordnung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2021)
Oberfl√§chengew√§sser werden durch zu hohe Phosphoreintr√§ge aus punktuellen und diffusen Quellen belastet. Die Ausweisung eutrophierter Gebiete tr√§gt mittel- bis langfristig zur Verringerung der landwirtschaftlich bedingten Phosphoreintr√§ge in Flie√ügew√§sser und Seen bei. F√ľr eine wirksame Minderung der Phosphoreintr√§ge sind aber fl√§chendeckend wirkende Ma√ünahmen zur Senkung der punktuellen und diffusen Phosphoreintr√§ge in Gew√§sser notwendig.

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