Flussmorphologische Zielvorstellungen
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Naturräumliche Gegebenheiten prägen die Morphologie sowie den Wasser- und Feststoffhaushalt unserer Fließgewässer. Wasserbauliche Eingriffe beeinflussen diese Faktoren und infolgedessendas typspezifische Erscheinungsbild. Umso bedeutender sind vor diesem Hintergrund die noch stattfindenden bzw. initiierbaren hydromorphologischen Prozesse. Diese bedingen jedoch Eine flussmorphologische Mindestausstattung. Ziel ist es, nachhaltig wirkende Maßnahmen vorzusehen, die idealerweise eigendynamische Entwicklung ermöglichen und im Nachgang keine oder nur wenig steuernden Eingriffe notwendig machen.

Integration der Maßnahmen aus der FFH-Managementplanung in die Maßnahmenprogramme der WRRL: Zwei Richtlinien - eine Umsetzung
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Durch vielf√§ltige fachliche und r√§umliche √úberschneidungen √ľberwiegen die Gemeinsamkeiten bei der Richtlinien gegen√ľber den Unterschieden bei Schutzg√ľtern, Zielen, Instrumenten und Akteuren. Daher werden auch die Ma√ünahmen der Natura-2000-Managementplanung fortlaufend in die Bewirtschaftungspl√§ne der WRRL integriert. Die hydromorphologischen Ma√ünahmen warden v. a. im Rahmen der Gew√§sserentwicklung durch fach√ľbergreifende √Ėkologische Entwicklungskonzepte und Sonderprojekte, wie z. B. das LIFE-Natur-Projekt Flusserlebnis Isar, umgesetzt.

ISOBEL - Lebensraumfunktion von Fischaufstiegsanlagen und Auswirkung der Revitalisierungsmaßnahmen auf die Fischfauna
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In der Iller zwischen Altusried und Lautrach wurde die Wanderung von Fischen durch f√ľnf Fischaufstiegsanlagen, deren Eignung als Lebensraum und die Auswirkung der Revitalisierung von kiesigen Gew√§sserstrukturen untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass Fische artspezifisch sowohl Schl√ľsselhabitate im Hauptfluss als auch in Fischaufstiegsanlagen nutzen. Revitalisierungsma√ünahmen m√ľssen immer sowohl im Hauptfluss als auch in nat√ľrlichen und k√ľnstlich angelegtenNebengew√§ssern stattfinden und die Anforderungen der Zielfischarten auf Artniveau betrachtet werden.

Systemischer Ansatz zum Kiesmanagement zur Schaffung von Laichhabitaten am Beispiel der Illerstaustufen
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Erhebliche anthropogene Ver√§nderungen unserer Flusslandschaften f√ľhrten in der Folge zu erheblich nachteiligen Ver√§nderungen der in und an den Fl√ľssen angestammten Tier- und Pflanzengemeinschaften und damit zu einer massiven Reduktion der biologischen Wirksamkeit der Gew√§sser. Durch die Vorgaben der WRRL werden die Verantwortlichen dazu verpflichtet, den sogenannten guten Zustand bzw. das gute √∂kologische Potenzial in den betroffenen Gew√§ssern wieder herzustellen. Mit dem EU-gef√∂rderten Projekt ISOBEL wurde an der LEW-Kraftwerkskette im Durchbruchtal der Iller gezeigt, dass mit einem systemischen Ansatz das gute √∂kologische Potenzial erreicht werden kann.

Empfehlungen zum Geschiebemanagement in Staustufenketten am Beispiel der Iller
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In der Staustufenkette an der Iller zwischen Altusried und Lautrach wurden verschiedene Revitalisierungsma√ünahmen zur Zielerreichung des guten √∂kologischen Potenzials durchgef√ľhrt. Nach einem umfangreichen Monitoring der Ma√ünahmen und einer europaweiten Akteursbefragung wurden drei Handlungsfelder f√ľr √§hnliche Projekte abgeleitet. Die Handlungsfelder betreffen a) naturnah gestalte Fischaufstiegsanlagen mit Habitatfunktionen, b) hydromorphologische Ma√ünahmen im Fluss selbst und c) √∂kologische Verbesserungen im Ufer- und Auenbereich.

Sedimentmanagement in Staustufenketten - Notwendigkeit und Herausforderungen am Beispiel der Lech-Stufe 2 Prem
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Im Stauraum der Lech-Stufe 2 m√ľndet der Halblech, der mit seiner dynamischen Abflusscharakteristik hohe Sedimentfrachten tr√§gt. Durch ver√§nderte Randbedingungen im Einzugsgebiet des Halblechs kam es in den vergangenen Jahren zu einem best√§ndigen Vorwachsen eines M√ľndungsdeltas. Durch gezieltes Sedimentmanagement sollen die entstandenen Geschiebeareale als Standort der Deutschen Tamariske aufrechterhalten werden, aber auch im Bereich der vorwiegenden Feinsedimentablagerungen die Flachwasserbereiche mit Habitaten f√ľr Watv√∂gel und Laichpl√§tze. Im Rahmen einer systemischen Betrachtung sind sowohl die √∂kologischen als auch morphologischen Eigenschaften der Sedimente zu ber√ľcksichtigten.

Sedimentmanagement in Stauketten - √Ėkologische Ziele und Herausforderungen
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Wasserkraftanlagen ver√§ndern zwangsl√§ufig den Sedimenthaushalt von Fl√ľssen. Negative Auswirkungen auf ihre √∂kologische Funktionsweise k√∂nnen jedoch durch ein an die nat√ľrlichen Gegebenheiten angepasstes Betriebsmanagement sowie durch gezielte Verbesserungsma√ünahmen f√ľr Lebensr√§ume, die von der Sedimentqualit√§t und -quantit√§t abh√§ngig sind, verringert werden. Dabei sollte die gesamthafte Betrachtung von Feststoffmanagementkonzepten immer sektoren√ľbergreifend sein und s√§mtliche Interessensvertreter einbeziehen. Im vorliegenden Beitrag warden die Grunds√§tze f√ľr ein √∂kologisches Sedimentmanagement in Stauketten diskutiert und Best- Practice-Beispiele vorgestellt.

Die Bedeutung und Notwendigkeit der Erfassung der Sedimentdynamik im Spannungsfeld zwischen √Ėkologie und Wasserkraftnutzung
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Sedimenttransport und Morphodynamik sind als wesentliche Grundlage f√ľr die Lebensraumqualit√§t im aquatischen und semi-aquatischen Bereich anzusehen. Es fehlt jedoch derzeit eine umfangreiche Beschreibung des Ist-Zustands bzw. der Risikobewertung zur Verfehlung der Ziele nach Wasserrahmenrichtlinie in Bezug auf die Feststoffdynamik. Mit Fokus auf die Geschiebefraktionen werden in diesem Fachartikel unterschiedliche Aspekte in Bezug auf die √∂kologischen Auswirkungen diskutiert.

Optische Methoden ermöglichen neuen Blaualgen-Schnelltest
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Verf√§rbt sich im Sommer das Wasser in Badeseen und Teichen gr√ľn, dann handelt es sich dabei oft um Blaualgen. Diese k√∂nnen f√ľr Mensch und Tier gef√§hrliche Gifte in sich tragen, so dass immer wieder Gew√§sser von den Beh√∂rden schon vorsorglich gesperrt werden m√ľssen. Ein Physiker- und Physikerinnenteam arbeitet an der Leibniz Universit√§t Hannover an einem Schnelltest, um die giftigen Blaualgen schon vor Ort sicher von den harmlosen zu unterscheiden. Damit k√∂nnen die Kosten f√ľr Wasseruntersuchungen gesenkt und unn√∂tige Gew√§ssersperrungen vermieden werden.

Zur Verringerung von Fischschäden in Turbinen mittels Verhaltensbeeinflussung
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Um den Einfluss des Fischverhaltens auf die Sch√§digungsraten bei der Turbinenpassage zu kl√§ren, wurden vergleichende Untersuchungen f√ľr eine normale, unbeeinflusste Passage, eine Passage unter medikament√∂ser Bet√§ubung sowie eine Passage unter Einwirkung eines elektrischen Feldes durchgef√ľhrt. Die Ergebnisse best√§tigen die Verhaltenseinfl√ľsse und insbesondere die Funktionalit√§t einer darauf beruhenden innovativen Technik zur Verringerung der Fischsch√§den bei Kraftwerkspassagen.

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