VergĂ€rung von Reststoffen (Bagasse, Vinasse, Filterkuchen) aus der Ethanolerzeugung© TU Dresden - Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Die Zuckerrohrindustrie ist eine der wichtigsten Branchen in Brasilien. Weltweit hat sich Brasilien mit einem Umsatz von rund 36 Mrd. USD pro Jahr als zweitgröĂter Hersteller positioniert. Etwa 590 Millionen Tonnen Zuckerrohr wurden wĂ€hrend der Saison 2012/2013 geerntet und daraus 38,2 Millionen Tonnen Zucker und 23,2 Milliarden Liter Bioethanol produziert. Aus der Produktion von Zucker und Ethanol resultieren enorme Mengen organischer AbfĂ€lle und Reststoffe, wie Bagasse, Zuckerohrstroh, Filterkuchen und Vinasse. Die Nutzung findet bereits in einer Reihe von Zuckerrohr-Bioraffinerien statt, die Teile der AbfĂ€lle als DĂŒnger in der Landwirtschaft verwenden und/oder Bagasse als Brennstoff in KWK-Anlagen.
CO2-Abtrennung aus Biogas mit keramischen Membranen© TU Dresden - Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Biogas enthÀlt nach der Erzeugung bis zu 55 % CO
2. Um Biogas als Kraftstoff zu nutzen oder in das Erdgasnetz einspeisen zu können, muss es zuvor gereinigt werden. Technisch genutzt werden vor allem Adsorptions- und Waschverfahren.
Umsetzung der Umstellung einer Kompostieranlage aus (Vorschalt-) VergĂ€rung© TU Dresden - Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Bereits seit Jahrhunderten werden fĂŒr die Abfallwirtschaft vielfĂ€ltige Technologien und Strategien entwickelt und zunehmend auch kommerziell umgesetzt, um die organischen Abfallfraktionen sowohl umweltvertrĂ€glich als auch ökonomisch sinnvoll zu behandeln und möglichst auch zu verwerten.
Sind NassvergĂ€rungsverfahren zur Restabfallbehandlung geeignet?© TU Dresden - Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Anfang 2013 wurde das vom BMU geförderten Forschungsvorhaben âSteigerung der Energieeffizienz in der Verwertung biogener Reststoffeâ (FKZ-Nr. 03KB022) abgeschlossen. Im Rahmen des FuE-Vorhabens sollte der Status quo und das Entwicklungs- und Optimierungspotenzial bei der VergĂ€rung von fester Abfallstoffe ermittelt werden. Der Fokus lag hierbei in den Segmenten Stoffstrommanagement, Konzeption und Technik.
Abfallbiomassen aus Lebensmittelindustrie und Landschaftspflege: BiogasertrĂ€ge und Gasbildungskinetiken© TU Dresden - Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Derzeit ist eine erhebliche Ausweitung des Spektrums an Einsatzstoffen fĂŒr Biogasanlagen zu verzeichnen. Aufgrund der durch das EEG 2014 verĂ€nderten Rahmenbedingungen werden auch Biomassen, die bislang kaum oder gar nicht in Anaerobverfahren genutzt wurden, als Substrate fĂŒr Biogasanlagen in Betracht gezogen bzw. eingesetzt. Dies betrifft sowohl Abfallbiomassen aus der verarbeitenden Industrie als auch Biogene Reststoffe aus der Landschaftspflege bzw. der Landwirtschaft. Viele dieser Stoffe fallen zeitlich oder lokal begrenzt an, so dass eine KovergĂ€rung in bestehenden Biogasanlagen als Regelfall betrachtet werden kann. Dabei werden neben dem Biogas- bzw. Methanertrag auch zunehmend Aussagen zur Kinetik der Biogasbildung entscheidend.
Stand und Zukunftsaussichten der VergĂ€rung biogener AbfĂ€lle© TU Dresden - Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Deutschland hat in der getrennten Erfassung von BioabfĂ€llen und deren Verwertung in den letzten Jahren einen guten Standard erreicht: Durchschnittlich werden im Rahmen der Abfallentsorgung durch öffentlich-rechtliche EntsorgungstrĂ€ger und deren Beauftragte je Einwohner ca. 100 kg Bio- und GrĂŒnabfĂ€lle getrennt erfasst. Das jĂ€hrliche Gesamtaufkommen betrĂ€gt ca. 9 Mio. Tonnen. ZusĂ€tzlich werden etwa 3 Mio. Mg BioabfĂ€lle aus dem gewerblichen Bereich (Nahrungsmittelindustrie, Lebensmittelverarbeitung, Einzelhandel) der Bioabfallbehandlung in Kompostierungs- und VergĂ€rungsanlagen zugefĂŒhrt.
NĂ€hrstoffrĂŒckgewinnung aus GĂ€rresten im Rahmen des GoBi-Vorhabens© TU Dresden - Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Die Anzahl der Biogasanlagen in Deutschland stieg zwischen 2000 und 2013 von 1050 auf 7850 an (Statista 2015). Damit einher geht eine immer gröĂer werdende Menge an entstehenden GĂ€rresten, welche verwertbare Anteile an Phosphor und Stickstoff enthalten. Die bisherige Verwertung dieser nĂ€hrstoffreichen GĂ€rreste erfolgt durch Ausbringung auf landwirtschaftliche NutzflĂ€chen als WirtschaftsdĂŒnger.
Zukunft der MBA bei vermindertem Bioabfallanteil â Chancen fĂŒr
Abfallbiogasanlagen© TU Dresden - Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Die gesetzliche Grundlage des abfallwirtschaftlichen Handelns in Deutschland ist das 2012 in Kraft getretene Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Dessen Zweck ist, die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natĂŒrlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von AbfĂ€llen sicherzustellen sowie insbesondere das Recycling und die sonstige stoffliche Verwertung von AbfĂ€llen zu fördern.