Fallbeispiel zum Wirkungspfad Boden-Mensch Wohnen auf einer ehemaligen Deponie – Bewertung, Sanierung, Monitoring
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Auf der in den 1960er Jahren u. a. mit HausmĂŒll verfĂŒllten ehemaligen Deponie, der Altablagerung Nr. 78 in Stormarn wurden in den 1970er Jahren 170 WohngebĂ€ude errichtet. Nach Protesten und Absiedlung eines Teils der Bewohner wurde entschieden, die GebĂ€ude nach einer Bodensanierung und dem Aufbau einer Gasabsaugung wieder zu verkaufen. Die Vorgehen und die Auswirkungen bis heute werden dargestellt.

Besonderheiten bei Bewertungen im Pfad Boden-Mensch bei RĂŒstungsaltlasten
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Bei Untersuchungen von FlÀchen mit Verdacht auf Kontaminationen durch chemische Kampfstoffe und explosivstofftypische Verbindungen gewÀhrleistet die strikte Umsetzung der Vorgaben aus der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung in EinzelfÀllen keine sichere Gefahrbeurteilung. Erforderlich sind dann gegebenenfalls einzelfallbezogene Anpassungen der Erkundungstiefen und der chemischen Untersuchungen.

Bewertung der Wirkungspfade Boden-GewĂ€sser, Boden-Mensch und Boden-Pflanze in Baden-WĂŒrttemberg
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Baden-WĂŒrttemberg hat fĂŒr die Altlastenbearbeitung ein Verfahren entwickelt, bei dessen Anwendung die in der BBodSchV genannten Wirkungspfade Boden-GewĂ€sser (Grundwasser und OberflĂ€chengewĂ€sser), Boden-Mensch, Boden-Pflanze sowie „Gefahren durch Deponiegas“ priorisiert und die Beurteilung des Standortes durch die Dokumentation aller relevanter bewertungsrelevanter Sachverhalte nachvollziehbar und transparent wird.

Bodenschonender Erdbau braucht klare Leitlinien
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Der Erhalt gĂŒnstiger natĂŒrlicher Bodeneigenschaften auf FlĂ€chen, die fĂŒr Baumaßnahmen in Anspruch genommen werden, erfordert Maßnahmen eines bodenschonenden Erdbaus, die ohne definierte Auflagen in der Baugenehmigung nicht im erforderlichen Umfang ausgefĂŒhrt werden. Eine bodenkundliche Fachbauleitung kann darĂŒber hinaus Bauherren und Planer beraten und die Baumaßnahme fachkundig begleiten.

Praxisbeispiel Bodenkundliche Baubegleitung (BBB): Bodenschutz beim Neubau eines PrĂŒfzentrums der Daimler AG in Sindelfingen
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Bei grĂ¶ĂŸeren Baumaßnahmen wird die Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) als wirksames Instrument zum Schutz der Böden eingesetzt. Die Begleitmaßnahme dient dem Erhalt wichtiger Bodenfunktionen bei Aushubmaßnahmen, insbesondere der Oberböden. Beispielhaft wird eine Bodenschutz-Maßnahme vorgestellt, die beim Bau eines PrĂŒf- zentrums der Daimler AG in Sindelfingen umgesetzt wurde.

Die Bodenkundliche Baubegleitung als Teil der Umweltbaubegleitung bei einem Straßenbauprojekt im Land Salzburg
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
SĂŒdlich der Bezirkshauptstadt Hallein (Land Salzburg, Österreich) soll ein niveaugleicher, schrankengeregelter Übergang der B 159 Salzachtal Straße ĂŒber die ÖBB Westbahnstrecke durch eine Umgehungsstraße ersetzt werden. FĂŒr das Vorhaben wurde eine sogenannte Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) vorgeschrieben. Die Aufgabe der BBB liegt primĂ€r in der Überwachung der einschlĂ€gigen Projektinhalte und Bescheidauflagen sowie allgemein des Stands der Technik im angewandten Bodenschutz.

Bodenfunktionsbewertung – ein Instrument des quantitativen Bodenschutzes
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Der Boden ist in der Planung ein bisher hĂ€ufig zu wenig berĂŒcksichtigtes Schutzgut. Eine (flĂ€chendeckende) Bewertung und Darstellung der vielfĂ€ltigen Funktionen im Naturhaushalt ist Grundlage fĂŒr ein besseres VerstĂ€ndnis fĂŒr diese endliche „Ressource“. Mit diesen Daten können Planungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf den Boden besser beurteilt und Maßnahmen und Entscheidungen zum FlĂ€chensparen angeregt werden.

Ausgangszustandsbericht – Anforderungen und Vollzugserfahrungen
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Der Ausgangszustandsbericht fĂŒr Boden und Grundwasser ist gemĂ€ĂŸ der Umsetzung der EU-Richtlinie ĂŒber Industrieemissionen (Richtlinie 2010/75/EU vom 24.11.2010) fĂŒr bestimmte Industrieanlagen zu erstellen, bei denen relevante gefĂ€hrliche Stoffe verwendet, erzeugt oder freigesetzt werden, sofern nicht auf Grund der tatsĂ€chlichen UmstĂ€nde ein Eintrag in den Boden oder das Grundwasser ausgeschlossen werden kann. Die entsprechenden EntscheidungsablĂ€ufe sowie erste Erfahrungen in Bayern mit dieser neuen Anforderung des Immissionsschutzes werden prĂ€sentiert.

Aachener Leitfaden zur Bewertung von Eingriffen in das Schutzgut Boden
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Die Belange des Bodens sind in allen raumwirksamen Planungspro- zessen und Genehmigungsverfahren von Bedeutung. Im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans „Hochschulerweiterung Campus Melaten“ wurde von der Stadt Aachen ein allgemeines Bewertungssystem fĂŒr das Schutzgut Boden erarbeitet. Auf dieser Grundlage wurde dann der „Aachener Leitfaden“ zur Bewertung von Eingriffen in das Schutzgut Boden entwickelt.

Terroir – Bodenbewusstsein aus dem Weinglas
© Bayerisches Landesamt fĂŒr Umwelt (10/2014)
Der Zusammenhang zwischen Bodeneigenschaften und Weincharakter ist Teil der Terroir-Idee. Die Tatsache, dass sich bestimmte Bodeneigenschaften im Weingeschmack niederschlagen, eröffnet die Möglichkeit einer sinnlichen Erfahrung der Bedeutung und der Vielfalt von Böden. So entsteht Bodenbewusstsein primÀr durch Erleben, statt durch Belehrung.

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