CO2-Zertifikathandel bei Deponiegasanlagen© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2007)
Im vorliegendem Beitrag wird gezeigt, über welche Mechanismen die Reduktion von Treibhausgasemissionen in den CO2-Zertifiktehandel eingebracht werden können. Da die Zusätzlichkeit ein wesentliches Kriterium für eine Projektanerkennung ist, können Reduktionsleistungen nur in Gastgeber-Ländern anerkannt werden, in denen die Verwertung von Deponiegas weder rechtlich vorgeschrieben noch Stand der Technik ist. In Deutschland wäre dies daher nur für Deponien mit Schwachgasemissionen möglich.
Einführung in internationale Klimaschutzprojekte© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2007)
Themenblock 4: Internationale Klimaschutzprojekte in der Abfallwirtschaft
Clean Development Mechanism (CDM)
- Finanzierung von Projekten in Entwicklungs- oder Schwellenländern
- Generierung von Emissionsgutschriften: Certified Emission Reductions (CER)
Joint Implementation (JI)
- Finanzierung von Projekten in Industrie- oder Transformationsstaaten
- Auszugebene Emissionsgutschriften: Emission Reduction Units (ERU)
Anforderungen an CDM und JI- Projekte© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2007)
CDM und JI Projekte sind Maßnahmen die zu einer CO2 Reduktion in anderen Ländern führen. Dabei werden CO2 Zertifikate generiert die im EU Emissionshandel genutzt werden können.
Abfallwirtsaft in Entwicklungsländern und Klimawandel© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2007)
Für die Minderung von Treibhausgasemissionen (GreenHouse Gas - GHG) sind globale Bemühungen nötig, die auch die Ausdehnung in neuen Märkten ermöglichen bzw. unterstützen und die weiteren finanziellen, sozialen und umweltlichen Entwicklungsziele fördern. Die bisherigen Klimaschutzeinstimmungen, inkl. UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) und des Kyoto Protokols (1997), betragen relativ kleine und einleitende politische Übereinstimmungen. Trotzdem, schließen sie quantitative Ziele und unterschiedliche politischen Emissionsminderungsmechanismen ein, die von Industrieländer angewendet werden. Innerhalb des Kyoto-Protokolls fassen diese Mechanismen Emissionshandel und Zusammenarbeit zwischen entwickelt und Entwicklungsländer um.
Klimarelevanz der energetischen Abfallverwertung© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2007)
Vor dem Hintergrund von Klimawandel und fortschreitender Ressourcenknappheit gewinnt die Entwicklung nachhaltiger, d.h. ressourcen- und energieeffizienter, Systeme zur Abfallverwertung zunehmend an Bedeutung. Mit der stoffstromspezifischen Behandlung von Abfällen haben sich in den letzten Jahren unterschiedliche Abfallverwertungstechnologien und -strategien weiterentwickelt.
CO2 – Emissionsminderung durch Müllverbrennung© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2007)
Aufgrund der Nutzung des biogenen Anteils in Abfällen leisten MVAs neben der Abfallentsorgung bereits heute einen erheblichen Beitrag zur Verminderung von Treibhausgasemissionen. Im Bezugsjahr 2003 konnten Einsparungen in Höhe von etwa 2,6 Mio. Mg CO2-Äquivalenten erreicht werden. Darüber hinaus besitzen MVAs noch ein erhebliches ungenutztes Potenzial zur Vermeidung von CO2- Äquivalentemissionen.
Klimarelevanz der Abfallverbrennung und aktuelle Entwicklungen im Nationalen Allokationsplan© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2007)
Die Abfallwirtschaft hat schon einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die großen Reduktionspotenziale, wie in der Vergangenheit, sind aber durch die Umsetzung der TASi nicht mehr zu erwarten. Das stoffliche Recycling stößt ebenfalls an seine Grenzen. Es bleibt i.W. noch die verbesserte Nutzung der Sowieso-Energie“, wie insbesondere die beiden Schweizer Studien zur Energienutzung aus W-t-E Anlagen zeigen.
Trockenfermentation im Batchbetrieb in Saalfeld© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2007)
Die zunehmende Nutzung fossiler Brennstoffe hat zu einem drastischen Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre geführt, der eine Veränderung des Weltklimas zur Folge haben wird. In verschiedenen Szenarien wird eine globale Erwärmung und ein damit verbundener Anstieg des Meeresspiegels prognostiziert. Weltweit wird daher nach Optionen gesucht, die Emission von CO2 in die Atmosphäre im großen Maßstab herabzusetzen. Im Kyoto-Protokoll haben sich bisher über 180 Staaten einschließlich Russland verpflichtet ihre CO2-Emission nachhaltig zu vermindern.