Beurteilung von Stickstoffeintr√§gen in der FFH-Vertr√§glichkeitspr√ľfung anhand von Critical Loads
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (10/2013)
Reaktive Stickstoffverbindungen wirken negativ auf die Biodiversit√§t. Potenziell betroffen ist davon auch das Schutzgebietssystem Natura 2000. Der diffuse Eintrag von Stickstoffverbindungen √ľber die Luft ist dementsprechend ein relevanter Wirkpfad f√ľr die FFH-Vertr√§glichkeitspr√ľfung insbesondere bei Aus- und Neubau von Stra√üen, immissionsschutzrechtlich genehmigungsbed√ľrftigen Verbrennungsanlagen oder Tierhaltungsanlagen. Mittlerweile besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens dahingehend, dass sich die Empfindlichkeit von √Ėkosystemen gegen√ľber Stickstoffeintrag anhand von sog. Critical Loads beschreiben l√§sst. Auch die Rechtsprechung des BVerwG verlangt regelm√§√üig eine vertiefende Pr√ľfung dieses Wirkpfads und geht davon aus, dass Critical Loads dabei eine zentrale Rolle spielen. F√ľr die Planungs- und Genehmigungspraxis besteht zu diesem Thema ein dringender Standardisierungsbedarf, denn die Rechtsfolgen einer fehlerhaften FFH-Vertr√§glichkeitspr√ľfung sind streng. Eine diesbez√ľgliche Fachkonvention wurde im Rahmen mehrj√§hriger Arbeit im Rahmen eines FE-Vorhabens im Auftrag der Bundesanstalt f√ľr Stra√üenwesen unter Einbeziehung zahlreicher Fachexperten erarbeitet. Der Aufsatz gibt einen √úberblick √ľber die grundlegende Rechtsprechung zum Thema und die von der Bundesanstalt f√ľr Stra√üenwesen vorgeschlagene Methodik. Von besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang ist die Frage, welcher Critical Load im Einzelfall zu fachlich und rechtlich belastbaren Ergebnissen f√ľhrt und inwieweit Irrelevanzschwellen und Bagatellgrenzen auch unter dem Aspekt kumulativer Betroffenheiten anwendbar sind.

Die Zonierung des westlichen Mittelmeers und ihre Bedeutung f√ľr den √Ėkosystem- und Biodiversit√§tsschutz durch Meeresschutzgebiete (Fortsetzung102)
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2013)
Wie gezeigt, befinden sich Schutzgebiete im Mittelmeer mit Ausnahme des ‚ÄěPelagos Sanctuary for the Conservation of marine Mammals‚Äú bislang nur innerhalb des maximal 12 Seemeilen breiten Streifens der K√ľstenmeere der Anliegerstaaten. 103 Da das Pelagos Sanctuary nur den Schutz mariner S√§ugetiere bezweckt,104 sind marine Schutzgebiete (MPAs) mit einem umfassenderen Biodiversit√§tsschutz jenseits der K√ľstenmeere bislang nicht eingerichtet und k√∂nnen demzufolge hier ihre Schutzwirkung nicht entfalten.

Zur Frage der Dotationswassermenge von Fischaufstiegsanlagen an großen Fließgewässern
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2013)
Im Spannungsfeld zwischen √Ėkologie und wirtschaftlicher Nutzung der Wasserkraft kommt der Fragestellung der erforderlichen Dotationswassermenge zur Gew√§hrleistung der Auffindbarkeit von Fischaufstiegsanlagen eine hohe Relevanz zu. Im Beitrag wird √ľber den aktuellen Stand der Technik hinsichtlich der Dotationswassermenge von Fischaufstiegsanlagen, Erkenntnisse aus neueren Untersuchungen, Empfehlungen sowie aktuelle Forschungsaktivit√§ten berichtet.

Eignung von Fischaufstiegsanlagen an Obermain und Rodach als Lebensr√§ume und Migrationshilfen f√ľr Fische und Makroinvertebraten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2013)
Am Obermain und an der Rodach in Oberfranken haben in den letzten 20 Jahren umfassende und aus √∂kologischer Sicht erfolgreiche Renaturierungsma√ünahmen stattgefunden. Da das Flie√ügew√§sserkontinuum zwischen den Renaturierungsstrecken jedoch weiter durch mehrere Querbauwerke beeintr√§chtigt war, wurden Fischaufstiegsanlagen in Form von zwei Umgehungsgerinnen und einem T√ľmpel-Becken-Pass errichtet. Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsf√§higkeit dieser Anlagen hinsichtlich des Fischaufstieges aber auch hinsichtlich ihrer Eignung als Lebensraum und Wanderkorridor f√ľr Makroinvertebraten. Die naturnah gestalteten Umgehungsgerinne werden sowohl von allen vorkommenden Fischarten als auch von den aquatischen Makroinvertebraten angenommen. Hinsichtlich der Besiedelung mit Wirbellosen sind sie mit naturnahen Flie√ügew√§sserstrecken vergleichbar, was schon deshalb bemerkenswert ist, weil die direkt ober- und unterhalb der Anlagen liegenden Flussabschnitte wenig naturnah sind. Der untersuchte T√ľmpel-Becken-Pass schneidet weniger gut ab. Er wird nicht von allen Fischarten in gleicher Weise angenommen und hinsichtlich seiner Makroinvertebraten-Fauna nur als unbefriedigend bewertet.

Klimapolitik nach Doha - Hindernisse in Lösungen verwandeln
© Eigenbeiträge der Autoren (12/2012)
Frust dominiert: Die internationalen Klimaverhandlungen kommen nicht richtig vorw√§rts. Zehntausende reisende Unterh√§ndler, dr√§ngende NGOs und kommentierende Journalisten und allenthalben Frust, da der Umfang an Klimagasemissionen unentwegt w√§chst. Viele Beobachter haben das Zwei-Grad-Ziel l√§ngst aufgegeben und argumentieren nicht mehr f√ľr mehr Klimaschutz, sondern f√ľr den Schutz der Bev√∂lkerung vor den Folgen einer nicht mehr zu verhindernden Klimakatastrophe.

Erfolgskontrolle einer Wanderhilfe f√ľr Fische - Untersuchungen an einem modifizierten Schlitz-Pass
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2012)
Mit der Wanderhilfe aquaLEB-Pass wird Technik f√ľr die Fische mit den Anspr√ľchen der Wirbellosen kombiniert, um den Bed√ľrfnissen aller Wasserbewohner gerecht zu werden. Vorgestellt werden die Ergebnisse von Untersuchungen f√ľr die Bewertungsparameter Hydraulik, Fische, Wirbellosenfauna und Pflanzenaufkommen.

ASK-MAGAZIN Interview mit Professor em. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Haber
© Rhombos Verlag (10/2012)
Die Bereitstellung von Saatgut, D√ľnger und begleitenden Ma√ünahmen zur Sicherung der Nahrungsproduktion ist eine Daseinsaufgabe

Karte der Fließgewässerzonierung Deutschlands
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (7/2012)
Zur Beschreibung der gew√§ssertypspezifischen Fischartengemeinschaften bedient sich die Fischereibiologie traditionell der Flie√ügew√§sserzonierung. Hierbei wird ein Gew√§sserlauf in Regionen unterteilt, die jeweils durch eine Leitfischart sowie ein typisches Spektrum von Begleitfischarten charakterisiert werden. Im Auftrag des Bundesamtes f√ľr Naturschutz wurde die Flie√ügew√§sserzonierung Deutschlands nun erstmals nach bundesweit einheitlichen, naturwissenschaftlichen Kriterien ermittelt und in einer Karte dargestellt.

Interdisziplin√§re Einordnung zentraler Begriffe des Pflanzenschutzrechts und Auswirkungen f√ľr den Gesetzgeber sowie die Umweltschutzdogmatik
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (7/2012)
Durch die Verordnung (EG) 1107/2009 und durch die Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes (PflSchG) ist das Pflanzenschutzrecht vermehrt Gegenstand rechtswissenschaftlicher Diskussion geworden. Der Beitrag untersucht die zentralen Ausgangspunkte des Pflanzenschutzrechts aus agrarwissenschaftlicher Sicht und zeigt juristische Verkn√ľpfungen sowie interdisziplin√§re Entwicklungen auf. Dabei stehen die ‚ÄěKulturpflanzen‚Äú (I.) und der ‚Äěintegrierte Pflanzenschutz‚Äú (II.) mitsamt seiner facettenreichen Ma√ünahmen im Fokus. Aus diesen √úberlegungen heraus werden die Folgen f√ľr die Umweltschutzdogmatik und -systematik beleuchtet (III.).

Die v√∂lkerrechtliche Regulierung der f√ľr die Meeress√§uger belastenden Meeresnutzungen am aktuellen Beispiel des Unterwasserl√§rms (Teil 1)
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (6/2012)
Die ‚ÄěFreiheit des Meeres‚Äú ist ein zweideutiger Begriff. Man kann ihn als Unber√ľhrtheit der Meeresnatur verstehen ‚Äď aber auch als Freiheit zur Nutzung und Ausbeutung des Meeres durch den Menschen. Fr√ľher war die erste Deutung kaum von Belang. Dass das Meer, soweit m√∂glich, genutzt wird, war hingegen nahezu selbstverst√§ndlich. Der einzige v√∂lkerrechtliche Konflikt, der gesehen wurde, war der, ob Besitz- und Nutzungsanspr√ľche einzelnen Staaten oder nur der Staatengemeinschaft insgesamt i.S.d. ‚Äěfreiheitlichen‚Äú Nutzung zustehen. Schon fr√ľh wurden aber Belastungen sichtbar: Stoffe, z.B. √Ėl oder M√ľll, besch√§digen das marine √Ėkosystem. Der Mensch versucht, dem entgegenzuwirken. Der Blickwinkel hat sich also ge√§ndert: Der Mensch hat erkannt, dass er durch r√ľcksichtslose Nutzung das marine √Ėkosystem zerst√∂rt und dieses eines gewissen Schutzes bedarf. Der Konflikt zwischen Nutzung und Schutz der Natur ist ihm bewusst geworden.

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