Auswirkung des nachhaltigen Rückbaus von Gebäuden auf den Planungsprozess in Österreich
© Lehrstuhl fĂĽr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
In der Abfallhierarchie der EU-Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRl 2008), übernommen in die österreichische Gesetzgebung über das Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002), ist die Verwertung durch eine Vorbereitung zur Wiederverwendung oder ein Recycling direkt nach der Abfallvermeidung prioritär zu betrachten. Damit zusammenhängend wird auch der Begriff des „Urban Mining“ anthropogener Sekundärrohstofflager geprägt.

Rückbau- und Recyclingstrategien für Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)
© Lehrstuhl fĂĽr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Deutschland große Mengen an Wärmedammverbundsystemen verbaut, überwiegend mit expandiertem Polystyrol (EPS) als Dämmstoff. Aktuell ist die Rückbaurate noch gering. Zukünftig wird aber mit steigenden Abfallmengen gerechnet, sodass Rückbau- und Recyclingstrategien an Bedeutung gewinnen. Heute zurückgebaute WDVS auf EPS-Basis enthalten in der Regel das seit August 2015 in EPS-Platten verbotene Flammschutzmittel HBCD und werden in geeigneten Anlagen verbrannt. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft werden zukünftig höherwerte Verwertungswege an Bedeutung gewinnen. Recyclingverfahren erfordern i.d.R. eine hohe Sortenreinheit der Stoffe. Durch die wissenschaftliche Begleitung von WDVS-Rückbauprojekten konnte aufgezeigt werden, dass auch derzeit intensive selektive Rückbau nicht direkt zu sortenreinen Abfallströmen führt. Versuche mit Aggregaten aus der Recyclingtechnik bieten aber die Möglichkeit, die einzelnen Werkstoffe aus einem Wärmedämmverbundsystem auf EPS-Basis weitgehend sortenrein aufzubereiten.

Verfahren zur Verwertung von Dämmmaterialabfällen aus Mineralwolle in Spezialbaustoffen
© Lehrstuhl fĂĽr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
Vor dem Jahr 2000 erzeugte und verbaute Mineralwollerzeugnisse sind nicht frei von Bedenken bezüglich ihrer negativen Auswirkung auf die menschliche Gesundheit – sie können gemäß TRGS 905 aufgrund ihrer Wirkung auf die menschlichen Atemwege als krebserzeugend eingestuft werden. Aus diesem Grund dürfen diese nicht zu neuen Mineralwollerzeugnissen recycelt werden und müssen einer alternativen Verwertung oder Beseitigung zugeführt werden, die eine Freisetzung der Mineralfasern in die Biosphäre ausschließt.

Ziegelrecycling
© Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock (6/2016)
Bauschutt fällt jährlich in einer Größenordnung von 53 Mio. t an. Er setzt sich aus Beton-, Ziegel- und Mauerwerkbruch zusammen. Für die sortenreinen Ziegelfraktionen gibt es mehrere, durch Vorschriften geregelte Einsatzgebiete wie die Vegetationstechnik oder die anteilige Verwertung im Tragschichtmaterial für den Straßenbau bzw. in rezyklierten Gesteinskörnungen für die Betonherstellung. Hinzu kommt die rohstoffliche Verwertung bei der Ziegelherstellung.

Anforderungen an Recycling-Baustoffe und ihre GĂĽteĂĽberwachung fĂĽr den StraĂźenbau
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2016)
Der Einsatz von Recycling-Baustoffen ist heute für den Erd- und Straßenbau in technischen Vorschriften umfassend geregelt. RC-Baustoffe können gleichwertig zu natürlichen und künstlichen Alternativen verwendet werden. Allerdings fehlen klare, bundesweit gültige und praxisgemäße Anforderungen an die Umweltverträglichkeit, die zur Fortentwicklung der Recycling-Industrie dringend benötigt werden.

Kreislaufwirtschaft auf dem Bau - RĂĽckfĂĽhrung als qualifizierte RC-Baustoffe fĂĽr den Hoch- und Tiefbau
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2016)
Durch die zunehmende Verdichtung der Wohnbebauung und Sanierung des Baubestands korreliert die Baustoffnachfrage immer mit einem Aufkommen an mineralischen Bauabfällen. Dieses besteht überwiegend aus Bauschutt und nicht mehr – wie beim Bauen auf der „Grünen Wiese“ – ausschließlich aus (unbelastetem) Erdaushub. Hieraus erwachsen neue Entsorgungsprobleme, es ergeben sich jedoch auch Chancen.

Einsatz von REA-Gips und Recyclinggips – ein Beitrag zur Ressourceneffizienz
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2016)
Die deutsche Gipsindustrie ist seit Jahrzehnten Vorreiter im Hinblick auf die Steigerung der Ressourceneffizienz durch Verwendung des sekundären Rohstoffs REA-Gips. Aufgrund der umweltpolitischen Rahmenbedingungen bietet die deutsche Gipsindustrie nun ergänzend ein Konzept an, mit dem insbesondere der aus recycelten Gipsplattenabfällen abgetrennte RC-Gips als weiterer sekundärer Rohstoff wieder zur Herstellung neuer Gipsbaustoffe und -bauprodukte Verwendung finden kann.

Wiederverwendung von Bauteilen – Beitrag für Ressourceneffizienz und Klimaschutz
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2016)
Kreisläufe schließen, Werte erhalten, Verschwendung reduzieren, Klima schützen – dies sind nur einige Schlagworte, die mit dem Thema Bauteile-Wiederverwendung verbunden sind. Neben ökologischen Auswirkungen und effektiveren Rückbaumethoden werden auch Lösungen zu demontierbaren, nachhaltigen Konstruktionen bei Neubau bedacht werden müssen.

Produktstatus angestrebt
© Rhombos Verlag (12/2015)
Die österreichische Recycling-Baustoffverordnung regelt die Herstellung und den Einsatz von recyclierten Materialien aus dem Bauwesen neu

Wer ist Erzeuger von Bau- und Abbruchabfällen?
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (9/2015)
Zum Beitrag von Frenz, „Verantwortlichkeit für Abfälle im Baubereich in neuem Licht?“, AbfallR 2015, 135 ff.

<  1  2  3  4  5 . . . . >
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?