Polymere für Stützflüssigkeiten im Spezialtiefbau

Die Verwendung von Polymerspülungen ist im Brunnenbau seit mehr als 30 Jahren Stand der Technik und auch im Spezialtiefbau werden die Vorteile polymerer Stützflüssigkeiten vermehrt genutzt. Trotz der vergleichsweise hohen Produktpreise ergeben sich im Vergleich mit bentonit-basierten Systemen Kosten-Nutzen-Vorteile zugunsten der Polymerstützung.

Für das Herstellen großkalibriger, tiefer Bohrungen im Brunnenbau und in der Rohstoffexploration haben sich die Rotary-Spülbohrverfahren durchgesetzt. Während
in den Anfängen einfache Ton-Wasser-Suspensionen verwendet wurden, kommen heutzutage Bohrspülungen zum Einsatz, deren Eigenschaften maßgeblich durch die Zugabe polymerer Additive geprägt sind. Auch im Spezialtiefbau stellen mit Polymeren konditionierte Stützflüssigkeiten zur Abteufung von Pfahlbohrungen und Schlitzwänden eine sowohl technisch als auch wirtschaftlich interessante Alternative zur reinen Ton- bzw. Bentonit-Wasserstützung dar.

Polymere Stützflüssigkeiten werden seit den 1970er-Jahren mit steigender Tendenz im asiatischen und amerikanischen Raum eingesetzt; in den letzten Jahren gewinnen sie auch im europäischen Ausland an Bedeutung.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 08 - 2016 (August 2016)
Seiten: 8
Preis: € 8,00
Autor: Peter Mielenz
Oliver Mielenz

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