580 m HDD in extrem schwierigem Baugrund

Im Auftrag des französischen Gasnetzbetreibers TIGF werden mittels Horizontalbohrtechnik 580 m Gasleitung DN 350 in einem Naturschutzgebiet unter dem Fluss Adour in Bernac-Debat (Südfrankreich) verlegt. Der Baugrund besteht aus Lagen von Sand- und Tonstein, Mergel sowie Kies mit Findlingen – eine Herausforderung für alle Projektbeteiligten.

TIGF (Transport et Infrastructures Gaz France) ist einer der führenden Gasnetzbetreiber im südwestlichen Frankreich. Wegen der erhöhten Nachfrage nach Gas galt es, das vorhandene Gasnetz in einigen Bereichen zu verbessern und zu erweitern. Aus diesem Grund musste auch eine Gasleitung DN 350 zwischen den Gemeinden Allier und Momeres, gelegen an den Auslaufern der nördlichen Pyrenäen, erneuert werden. Der Fluss Adour, der zwischen den oben erwähnten Ortschaften fliest, wird durch diese Gasleitung, die vor mehr als 30 Jahren in offener Verlegung installiert wurde, gekreuzt. Mittlerweile wurde das Flusstal zum Naturschutzgebiet erklärt; der konventionell verlegte Duker erweist sich hier als sehr störend, da dieser Bereich wegen der durch die Schneeschmelze verursachten Überflutungen im Frühjahr einer starken Erosion unterworfen ist.

Die hier skizzierte Situation war langfristig nicht tragbar. Nach längeren Überlegungen wurde deshalb entschieden, einen neuen Duker im HDD-Verfahren zu erstellen und den vorhandenen Duker im Anschluss zurückzubauen. Das Gelände im Naturschutzgebiet kann danach wiederhergestellt und der natürlichen Entwicklung überlassen werden.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 01 - 2016 (Januar 2016)
Seiten: 1
Preis: € 4,00
Autor: Ernst Fengler

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