Bohrpfahlgründung für den Ersatzneubau der Freybrücke in Berlin

Als Teil der Bundesstraße B 2 war die im Jahr 1911 gebaute Freybrücke in der Vergangenheit großen Verkehrsbelastungen ausgesetzt. Nachdem 2008 erhebliche Mängel an der Brücke festgestellt worden waren, entschloss man sich, das Bauwerk durch einen Ersatzneubau zu ersetzen. Die hierfür notwendige Herstellung von Bohrpfählen für die Brückengründung ist gleich unter mehreren Gesichtspunkten schwierig: Neben den beengten Platzverhältnissen stellten die im Baugrund eingelagerten Torfschichten eine Herausforderung dar.

Die Freybrücke in Berlin überspannt die untere Havelwasserstraße (UHW) und ist Bestandteil der Bundesstraße B 2. Diese bildet als Ein- und Ausfallstraße in Ost-West-Richtung die wichtigste und am stärksten befahrene Verbindung zwischen den westlichen Stadtrandgebieten und dem Zentrum Berlins. Die Bogenbrücke mit einer Stützweite von 80 m und zwei Vorlandbrücken hat eine Gesamtlänge von insgesamt 158 m. Als wesentliche Gründungselemente werden die beiden Pfeiler auf jeweils zwölf Bohrpfählen (d=150 cm) bis zu 33,00 m tief gegründet. Die Widerlagergründung besteht aus jeweils zehn Bohrpfählen (d=150 cm) bis zu 30,00 m Tiefe.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2015 (August 2015)
Seiten: 5
Preis: € 5,00
Autor: Dipl.- Ing. Lutz Weigand

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