Nutzung des biologischen Abbaus von TNT zur Sanierung von Rüstungsaltlasten

Rüstungsaltlasten, die mit Sprengstoffen, insbesondere TNT, kontaminiert sind, erstrecken sich über große Flächen. Eine Sanierung von Boden und Grundwasser mit traditionellen Methoden ist daher sehr kostenintensiv.

Eine Option für diese Standorte ist eine biologische Behandlung.TNT (und andere Sprengstoffe) können von standorteigenen Mikroorganismen biologisch transformiert, immobilisiert und abgebaut werden, wenn sie durch die Zugabe von Nährstoffen dazu stimuliert werden. Ein sehr leistungsfähiges Substrat für den biologischen Abbau von TNT ist Melasse, die auf den Boden ausgebracht oder bei der passiven Wasserreinigung in Constructed Wetlands zudosiert werden kann. Durch die Kombination mit elementarem Eisen kann die Wirksamkeit des Verfahrens noch gesteigert werden. In einem Gefäßversuch zur in situ-Sanierung von Altlastboden mit verschiedenen Kohlenstoffquellen und Eisen zeigte sich die überlegene Wirksamkeit der kombinierten Melasse/Eisen-Behandlung. 

Schlagworte: Gewässergüte, TNT, biologischer Abbau, cometabolischer Abbau



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH
Quelle: GWF 05/2003 (Mai 2003)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Chem. Hartmut Thomas
Dipl.-Ing. (FH) Anja Hebner
Dr. André Gerth

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Anwendungen von Verfahren des Spezialtiefbaus in der Umwelttechnik
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (9/2004)
Ein Beispiel für Synergie-Effekte ist die Verwendung von erprobten Verfahren des Spezialtiefbaus bei Altlastenprojekten, da sie für bestimmte Projektbedingungen technisch ideale Lösungen sind und trotz schwierigster Randbedingungen noch weitestgehend kostengünstig bieten.

Sanierung Altlast K22 „Lederfabrik Dr. Hans Neuner“
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Von Dezember 2018 bis Mai 2020 sanierte die PORR Umwelttechnik GmbH die Altlast K22. Seit 1922 wurde dort eine Gerberei betrieben und dreiwertiges Chrom aus sechswertigem Chrom gewonnen. Dieser Vorgang sowie Kriegseinwirkungen führten zu einer erheblichen Kontamination des Untergrundes und einer Schadstofffahne im Grundwasser (Umweltbundesamt 2013).

Monetäre Bewertung von „Altlasten“ im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF)
© ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH (8/2007)
Um die mit der Einführung einer doppischen Buchführung in den Kommunen unabdingbaren Eröffnungsbilanzen zu erarbeiten, müssen auch die „Altlasten“, für die die Kommunen als Gefahrenabwehrpflichtige in der Verantwortung stehen, monetär bewertet und in der Bilanz als Rückstellungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist auch zu prüfen, welche Wertminderungen durch „Altlasten“ verursacht werden, die auf der Vermögensseite der Bilanz zu berücksichtigen sind.

Horizontierte Grundwasserprobenahme mit dem System „VARINSPES“
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (5/2007)
Im Rahmen der Diskussion zur Akzeptanz von Natural Attenuation (NA)-Prozessen als Handlungs- oder Sanierungsoption kommt der qualifizierten Grundwasserprobenahme eine zentrale Bedeutung zu. Eine ausreichende Erkundungsqualität kann nur mit tiefenorientierten (horizontierten) Entnahmetechniken erreicht werden.

Anwendungen von Verfahren des Spezialtiefbaus für die Altlastensanierung
© ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH (6/2005)
"Synergie-Effekt“ ist das Schlagwort der Stunde, weswegen immer öfter erprobte Verfahren in einem neuen Bereich angewendet werden. Ein Beispiel ist, Verfahren des Spezialtiefbaus bei Altlastenprojekten zu verwenden.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?