Langzeitstabilität und Auslaugung von natürlich vorkommenden Radionukliden aus dem Titanbergbau

Natürlich vorkommende Radionuklide sind in der Erdkruste weit verbreitet. Bei der Aufbereitung der damit vergesellschafteten wertvollen Titanmineralien können sie in den Rückständen konzentriert anfallen.

Untersuchungen von Portlandzement- und Geopolymermatrices zur Immobilisierung dieser Materialien aus dem Abbau und der Aufbereitung von titanhaltigen Schwermineralsanden zeigten eine gleichwertige Leistungsfähigkeit beider Systeme.

Natürlich vorkommende Radionuklide sind in der Erdkruste weit verbreitet. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die langlebigen Isotope der Uran-238-, Uran-235- und Thorium-232-Zerfallsreihen. Aufgrund ihrer großen Ionenradien und hohen Ladungen kommen Uran und Thorium hauptsächlich in bestimmten Gesteinsarten vor und können sich in Abhängigkeit von ihrer Löslichkeit und geochemischen Prozesse heterogen in der Umwelt verteilen. So finden sich in alten Strand- oder Flusssystemen schwere Mineralsande, die wertvolle Titanminerale wie Ilmenit und Rutil sowie Zirkon enthalten und zu Pigmenten, Keramiken und anderen Industrieprodukten weiterverarbeitet werden können.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 12 (Dezember 2024)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Conrad Dorer
Tina Engel
Dr. Christian Kunze

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