Kreisläufe schließen – Potenziale und Anforderungen an den Komposteinsatz im Biolandbau

Reststoffe zu verwerten gehört zu den Prinzipien des ökologischen Landbaus. Speziell für die Düngung ist dieses in den Grundsätzen der EU-Verordnung Nr. 824/2007 zum Ökologischen Landbau festgeschrieben und ist in den Richtlinien der Biolandbauverbände geregelt.

Ein Weg, Nährstoffe, die über Ernteprodukte und tierische Erzeugnisse einen landwirtschaftlichen Betrieb verlassen, zurückzuführen, ist die Verwendung von Komposten. Hierdurch kann ein Beitrag geleistet werden, regionale Nährstoffkreisläufe zu schließen. Durch die bodenverbessernden Eigenschaften ist Kompost ein besonders geeignetes Material für den Biolandbau, für den die Pflege der Bodenfruchtbarkeit ein essentieller Pfeiler für die Ertragsfähigkeit der Äcker ist. Daher wird auch darauf geachtet, dass zugeführte Betriebsmittel möglichst schadstoffarm sind.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: Biomasse-Forum 2015 (November 2015)
Seiten: 3
Preis: € 1,50
Autor: Eckhard Reiners

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Optimierung des N-Kreislaufs durch Biochar in der Landwirtschaft: Neueste Forschungsergebnisse
© ANS e.V. HAWK (10/2014)
Pyrogene Pflanzenkohle (engl. Biochar) gilt als sehr zersetzungsstabil. Bringt man Pflanzenkohle in Böden ein, wird daher der Atmosphäre netto der Kohlenstoff entzogen, der zuvor durch Photosynthese in Biomasse fixiert und dann durch Pyrolyse stabilisiert wurde. Die vergangenen 5 bis 7 Forschungsjahre im gemäßigten Klima zeigten wenig überraschend, dass reine, unbehandelte Pflanzenkohle nicht jeden Boden in wenigen Jahren in eine fruchtbare Schwarzerde transformiert. Daher fehlt oft der ökonomische Anreiz Pflanzenkohle einzusetzen. Das viel bemühte „Fallbeispiel“ Amazonas-Schwarzerde (ADE oder Terra preta) legt bereits nahe, Pflanzenkohle nicht „pur“ zu verwenden, sondern sie mit nährstoffreichen organischen Materialien in Kontakt zu bringen. Aber funktioniert eine solche „Beladung“ der Kohle mit Nährstoffen überhaupt? In diesem Beitrag werden zunächst die Wurzeln und Probleme des noch jungen Forschungsgebiets „Pflanzenkohle“ erläutert. Im Anschluss werden eigene Schlüssel-Ergebnisse vorgestellt, die eine spannende Basis für weitere Entwicklungen liefern.

Der Einsatz von Kompost lohnt sich
© Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (8/2014)
Für die Bodenfruchtbarkeit ist es unverzichtbar, einen ausreichend hohen Gehalt an organischer Substanz als Grundlage zu haben. Dabei liegt es in der Verantwortung des Flächenbewirtschafters, den Boden durch eine gezielte Humuswirtschaft in einem guten Zustand zu erhalten. Die Vorteile und positiven Effekte des Einsatzes von Kompost hat Holger Fechner von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zusammengefasst.

Plädoyer für die Biotonne - Verbrennen, Vergären oder Kompostieren?
© Deutscher Fachverlag (DFV) (7/2009)
Sollen organische Abfälle aus dem Haushalt, Rasen- und Grünschnitt sowie Parkabfälle durch den Kamin gejagt, teilweise zu Biogas umgewandelt oder komplett in einen Bodenverbesserer umgewandelt werden? Dr. Hubert Seier bricht eine Lanze für die Kompostierung und die stoffliche Verwertung.

Zukunft der Klärschlammentsorgung Premium
© Rhombos Verlag (9/2008)
Aus Gründen des vorsorgenden Bodenschutzes sollte Klärschlamm mittelfristig nur noch thermisch verwertet werden

Doppelstrategie bei der Entsorgung Premium
© Rhombos Verlag (9/2008)
Die rheinland-pfälzische Landesregierung setzt neben der landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlamm auch auf neue thermische Verfahren

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?