Anwendung von CKW-adsorbierenden Geokunststoffen am Beispiel der Altlast K20

Die Altlast K20 in Österreich wurde im Zeitraum von 1926 bis
1981 als Betriebsdeponie für Kalk u.a. auch mit chlorkohlenwasserstoff- und quecksilberhaltigen Abfällen verfüllt. Vom Umweltbundesamt wurde die Altlast im Jahr 2003 in die Priorität 1 eingestuft.

Nach dem Bescheid im Jahr 2009 zum kontinuierlichen Rückbau begannen die Räumungsarbeiten 2012. Ende 2014 wurde die Räumung gestoppt, nachdem HCB in Nahrungsmitteln nachgewiesen wurde. Unter den gegebenen Randbedingungen führte die anschließende Neubewertung der Sanierungsmöglichkeiten zu der Lösung, die Altlast komplett einzukapseln, durch zusätzliche Maßnahmen zu sichern und mit einem umfassenden Monitoringprogramm zu kontrollieren. Es wurde ein Abdichtungssystem entwickelt, welches speziell auf flüchtige organische Verbindungen abgestimmt wurde, um Diffusion zu minimieren und durch aktive Geokunststoffe mithilfe von Aktivkohle zu adsorbieren.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2018 (November 2018)
Seiten: 6
Preis: € 3,00
Autor: Kristof Thimm

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