Einführung von Instrumenten zum Bodenschutz in den Planungs- und Vollzugsalltag in Hessen und Rheinland-Pfalz

Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz haben durch verschiedene Fortbildungsveranstaltungen die beiden Instrumente „Leitfäden zur Berücksichtigung des Schutzguts Boden in der Umweltprüfung nach BauGB“ sowie den „Karten zur Bodenfunktionsbewertung“ als wichtige Hilfsmittel im Planungs- und Vollzugsalltag eingeführt.

Seit der Novelle des Baugesetzbuches (BauGB) 2004 ist die Durchführung einer Umweltprüfung bei der Aufstellung von Bauleitplänen (Flächennutzungsplanung und Bebauungsplanung) vorgeschrieben. In der Umweltprüfung werden für die Umweltbelange – und damit auch die Belange des Bodenschutzes – die voraussichtlichen Auswirkungen einer Planung beschrieben und bewertet. Dabei wird zunächst der derzeitige Bodenzustand (Ist-Zustand) ermittelt und bewertet und im Rahmen der Auswirkungsprognose bzw. der Umweltfolgenabschätzung eine Bewertung des Bodenzustands bei der Durchführung der Planung vorgenommen sowie darauf aufbauend der Kompensationsbedarf ermittelt. Durch die Verzahnung von BauGB und Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) ist für die Bodenbewertung eine Beurteilung der im BBodSchG verankerten Bodenfunktionen notwendig.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 8. Bodenschutztage Marktredwitz 2014 (Oktober 2014)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Ricarda Miller
Thomas Vorderbrügge
Stephanus Sauer

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