Zinnerkundung im Erzgebirge mit konventionellem Doppelkernrohr

Die Sachsenzinn GmbH beauftragte Ende November 2011 im Feldteil Geyer-
Südwest des Erlaubnisfeldes Ehrenfriedersdorf/Geyer das Abteufen von fünf Erkundungsbohrungen. Ziel dieser Untersuchung war es, das bisherige Erkundungsergebnis der mehr als 140 Bohrungen aus den Jahren 1969 bzw. 1975 durch Doublierung von fünf Bohrungen zu bestätigen, um die Plausibilität des Lagerstättenmodells nachzuweisen und Material für weitere detaillierte Untersuchungen zu gewinnen.

Das Untersuchungsgebiet Geyer- Südwest liegt regionalgeologisch gesehen im Übergangsbereich der Erzgebirgs-Nordrandzone und der Erzgebirgs-Zentralzone (Annaberg Antiklinale). Im Feldteil Geyer-Südwest ist eine nordost-südwest streichende, flach (30–40 Grad) nach Nordwest einfallende Schichtenfolge meta morpher Gesteine verbreitet, die vorwiegend aus Gneisen, Glimmerschiefern sowie Karbonat- Gesteinen bzw. Skarnen bestehen. Der Gebirgsverband wird von nordwest-südost streichenden (290– 330 Grad) Bruchstrukturen durchsetzt, die von erzgebirgisch (30–50 Grad) bis subäquaritorial (70–90 Grad) streichenden Störzonen geschnitten werden. Deshalb kam es zu einer Vergitterung der Störungssysteme. Bei in den 1960erund 1970er-Jahren geteuften Bohrungen wurde durch geophysikalische Bohrlochmessungen nachgewiesen, dass die lotrecht angesetzten Bohrungen generell in Richtung Südost abweichen. Bei den zu doublierenden Bohrungen wurden Bohrlochabweichungen aus dem Lot von 36–65 m bei 250 m Teufe und 60–88 m bei 300 m Teufe gemessen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 06 - 2012 (Juni 2012)
Seiten: 3
Preis: € 3,00
Autor: Dipl.-Tiefbohring. Danilo Pruy
Techn. Fachw. Julia Schwarz

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