Arsenaufnahme von Grünlandpflanzen auf belasteten landwirtschaftlich genutzten Böden im Erdinger Moos

Im ehemaligen Niedermoorgebiet ’Erdinger Moos’ nordöstlich von München treten geogen bedingt, großflächig erhöhte Arsengehalte im Boden auf. Von einer hoch belasteten Fläche (>1000 mg As/kg Boden) werden Untersuchungsergebnisse zur Arsenaufnahme bei Grünlandpflanzen und relevante Einflussfaktoren für den Transfer Boden-
Pflanze wie kleinräumig schwankende Bodengehalte oder Futterverschmutzung vorgestellt.

Im Erdinger Moos (nordöstlich von München) wurden großflächig erhöhte Arsengehalte im Boden festgestellt. Nach umfangreichen Untersuchungen sind dafür aufsteigende, arsenhaltige Grundwässer des Tertiärs verantwortlich. Mancherorts wurden im Boden über 1000 mg Arsen (im Königswasserextrakt) gemessen und die Prüf- und Maßnahmenwerte der Bundes- Bodenschutz-Verordnung für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze im Hinblick auf Pflanzenqualität deutlich überschritten (Acker, Nutzgarten Prüfwerte: 200 mg/kg, bei Böden mit zeitweise reduzierenden Bedingungen 50 mg/kg; Grünland Maßnahmenwert: 50 mg/kg TS).
 
Abstract: In the ‘Erdinger Moos’, a former fen northeast of Munich, many soils with high geogenic arsenic contents are found. In this study arsenic uptake of grassland plants and influencing factors on the arsenic transfer from soil to plant (like fine scale variability of total and plant available soil contents or forage contamination) were examined at a high contaminated area (>1000 mg As/kg Boden).
 
Keywords: arsenic, transfer soil to plant, ’Erdinger Moos’, grassland, forage contamination

Schlagworte: Arsen, Transfer Boden-Pflanze, ’Erdinger Moos’, Grünland, Futterverschmutzung



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 4. Bodenschutztage Marktredwitz 2006 (Mai 2006)
Seiten: 6
Preis: € 0,00
Autor: Titus Ebert
Christa Müller

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