Unter Beobachtung

Bei der Charakterisierung und Messung von ultrafeinen Partikeln (Nanomaterialien) sind noch Fragen zur geeigneten Messtechnik und Analytik zu klären

Der nachfolgende Übersichtsbeitrag informiert über die Ermittlung von ultrafeinen Partikeln und Nanomaterialien und fasst die Ergebnisse zusammen, die aus orientierenden Expositionsmessungen mittels etablierter Messsysteme gewonnen werden konnten. Bei der Frage nach möglichen Auswirkungen von faserförmigen (Nano) Materialien, wird zukünftig die Rigidität der einzelnen Fasern von Bedeutung sein. Hierfür fehlt bislang jedoch ein Bewertungsmaßstab. Auch zeigt sich, dass die offenen Fragen zur Messtechnik und Analytik für faserförmige (Nano)Materialien geklärt werden müssen, nicht zuletzt wegen der zwingend notwendigen morphologischen Charakterisierung der unterschiedlichen Faserformen. Von Interesse sind hierbei vor allem Zusammenhänge zwischen Fasermorphologie und toxischen Eigenschaften (Faserprinzip). So lassen sich bei einigen mehrwandigen Kohlenstoffnanoröhren (MWCNT) Parallelen zur Asbestproblematik aufzeigen. Hier ist ein großes gesundheitliches Risiko beim Umgang mit diesen Materialien möglich, auch die umweltrelevanten Sekundäremissionen dürfen nicht vernachlässigt werden. Des Weiteren sind auch die Außenluft- und Hintergrundkonzentrationen bei den Messungen von Nanomaterialien zu berücksichtigen, denn die Ultrafeinstäube sind ubiquitär. Da es sich um einen Übersichtsbeitrag handelt, wird an dieser Stelle auf teilweise bereits veröffentlichte Texte hingewiesen.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: Ausgabe 01 / 2015 (März 2015)
Seiten: 7
Preis: € 3,50
Autor: Dipl.-Ing. Sabine Plitzko
Dipl.-Ing. (FH) Nico Dziurowitz

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