Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff Glyphosat – wissenschaftliche Unabhängigkeit im Wiedergenehmigungsverfahren auf dem Prüfstand!

Der Begriff „Glyphosat“ ist derzeit in aller Munde. Nachrichtensender und Tageszeitungen2 berichten regelmäßig darüber und auch die Politik hat das Thema seit ca. einem Jahr verstärkt in den Fokus genommen. Die Emotionen kochen so hoch, dass im laufenden Verfahren zur erneuten Genehmigung des Wirkstoffs Glyphosat insbesondere Vertreter des BfR, die für die gesundheitliche Bewertung zuständig sind, Morddrohungen erhalten haben.
Was ist aber „Glyphosat“, und weshalb wird „Glyphosat“ derzeit so heiß diskutiert? Mit diesem Beitrag soll versucht werden, etwas Licht in das Dunkel zu bringen.

In den frühen 1970er Jahren hat sich die FirmaMonsanto die chemische Substanz „Glyphosat“ als aktiven Wirkstoff im Herbizid „Roundup“ patentieren lassen. Der Wirkmechanismus von Glyphosat in der Pflanzenzelle beruht auf der Blockade eines zentralen Stoffwechselweges, der essentiell für das Wachstum von Pflanzen ist. ImJahr 1974 kam„Roundup“ aufden Markt und entwickelte sich seit Beginn der 1980er Jahre schnell zu einem der meist verkauften Herbizide weltweit.Gewöhnlich werden Glyphosat-Herbizide in verdünnter Form direkt auf die Unkräuter gesprüht und schnell von den Pflanzen aufgenommen. Mit ihnen lassen sich die meisten Unkrautarten einfach und kosteneffektiv entfernen. Sie werden daher auch als Breitband-Herbizide bezeichnet.



Copyright: © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Quelle: StoffR 03/2016 (Juli 2016)
Seiten: 8
Preis: € 20,00
Autor: RA Dr. Volker Kaus

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