Ressourceneffizienz und ressourcenpolitische Aspekte des Systems Elektromobilität

Die global erwartete und in Deutschland durch die Nationale Plattform Elektromobilität forcierte Marktdurchdringung der Elektromobilität wird ohne Zweifel auch erhebliche Konsequenzen auf den Ressourcenbedarf wichtiger und zum Teil kritischer Metalle haben.

Da bereits schon heute für eine ganze Reihe Metalle (z.B. Seltene Erden) durch Nachfragewachstum in anderen Branchen Versorgungsengpässe aktuell sind, hat das Bundesumweltministerium das Öko-Institut im Rahmen des BMU-Vorhabens Optimierung der Umweltentlastungspotentiale von Elektrofahrzeugen – Integrierte Betrachtung von Fahrzeugnutzung und Energiewirtschaft – OPTUM beauftragt, die Ressourceneffizienz und ressourcenpolitischen Aspekte des Systems Elektromobilität zu untersuchen.

Das Öko-Institut untersuchte in diesem Zusammenhang, unterstützt von den Partnern Daimler AG, Umicore und TU Clausthal, die folgenden Fragestellungen:

  • Welches sind die wesentlichen Rohstoffe, die in Elektroautos (bzw. Hybridfahrzeugen) verwendet werden?
  • Welcher mengenmäßige Bedarf an diesen Rohstoffen ist für das System Elektromobilität auf globaler Ebene bis 2030 zu erwarten?
  • Wie relevant sind die Umweltauswirkungen, welche mit der Gewinnung und der Weiterverarbeitung der entsprechenden Rohstoffe verbunden sind?
  • Wie hoch sind demgegenüber die Umweltbelastungen, die durch die Elektromobilität erwartet werden?
  • Wie ist der Stand des Recyclings der wesentlichen Metalle heute und wie sind die Perspektiven für die Zukunft?
  • Wie ist die Situation auf der Primärrohstoffseite, d.h. vorhandene Reserven und deren Reichweite, technische und politische Einflüsse auf die Versorgung?
  • Welche Auswirkungen wird der geplante globale Ausbau der Elektromobilität auf die Versorgungssituation und die zukünftige Preisentwicklung der benötigten Rohstoffe haben?
  • Welche Entlastungspotentiale liegen in der Reduzierung des spezifischen Metallbedarfs für definierte Komponenten oder welche alternativen Technologien können dämpfend auf den Rohstoffbedarf einwirken?

In diesem Beitrag werden wichtige Antworten zu einer Reihe der obigen Fragen zusammengefasst. Weitere Ergebnisse finden sich ausführlich im Projektbericht.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Recycling und Rohstoffe 5 (2012) (Juni 2012)
Seiten: 14
Preis: € 0,00
Autor: Dr. Matthias Buchert
Stefanie Dittrich

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