Der zeitliche Verlauf und die Planbarkeit der Strombereitstellung in Deutschland unterliegen aufgrund der zunehmenden Anteile an fluktuierenden Quellen wie Wind- und Photovoltaikanlagen grundlegenden Veränderungen. Die auftretenden Schwankungen in der Bereitstellung müssen so ausgeglichen werden, dass der -ebenso nicht konstante- Bedarf der Verbraucher sicher gedeckt werden kann.
Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Hinblick auf Bereitstellung der notwendigen Energiemengen und der Gewährleistung der Netzstabilität existieren verschiedene Möglichkeiten. Für den Betrieb von Biogasanlagen und Biogasbasierten KWK-Anlagen stellt sich die Frage, wie diese bisher vornehmlich konstant Strom bereitstellenden Anlagen den Systemerfordernissen entsprechend flexibel Strom bereitstellen können. Diese Frage beinhaltet einerseits die Frage nach der technischen Leistungsfähigkeit von Biogasanlagen als Beitrag zur Versorgungssicherheit und andererseits die Frage nach der zukünftigen Entwicklung des Flexibilitätsbedarfs im Zeitverlauf, der für Versorgungssicherheit und die Sicherung des Netzbetriebs notwendig ist. Zusätzlich ist für eine effiziente Nutzung der bereitgestellten Energiemengen eine weitreichende Wärmenutzung erforderlich. Die Abstimmung von Wärmenutzung und flexibler Strombereitstellung verlangt zusätzlichen Regelungsaufwand, um die Rahmenbedingungen beider Energiesenken erfüllen zu können.
| Copyright: | © TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft | |
| Quelle: | 10. Biogastagung: Anaerobe Biologische Abfallbehandlung (September 2015) | |
| Seiten: | 9 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Dr.-Ing. Jan Liebetrau Marcus Trommler Prof. Dr. Michael Nelles | |
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Innovatives CO2-Abscheideverfahren zur Biogasaufbereitung mit Hilfe von Polymerharzen
© Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock (6/2016)
Für den vorliegenden Beitrag wurden Versuche zur CO2-Abtrennung aus Biogas an einer kontinuierlichen Anlage durchgeführt. Dabei kam ein neues Polymerharz B zum Einsatz, welches mit dem bereits untersuchten Harz A verglichen wurde.
Materialentwicklung und verfahrenstechnische Erprobung eines neuartigen energie- und rohstoffeffizienten Entschwefelungssystems für Biogas auf Basis metallischer Schäume
© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Im Rahmen des Projektes konnte die prinzipielle Machbarkeit der einzelnen Verfahrensschritte (der Entschwefelung, der In-Situ Adsorberreaktivierung sowie der thermischen Ex-Situ Adsorberregeneration inkl. Schwefelgewinnung) nachgewiesen werden.
CO2-Abtrennung aus Biogas mit keramischen Membranen
© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Biogas enthält nach der Erzeugung bis zu 55 % CO2. Um Biogas als Kraftstoff zu nutzen oder in das Erdgasnetz einspeisen zu können, muss es zuvor gereinigt werden. Technisch genutzt werden vor allem Adsorptions- und Waschverfahren.
Art- und sortenabhängige Biogasproduktion aus Beta-Rüben
© Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock (6/2012)
Die Nutzung von Futter- und Zuckerrüben für die Biogaserzeugung gewinnt kontinuierlich an Bedeutung. Hohe Ernteerträge und ein schneller Biomasseumsatz im Biogasfermenter machen die Beta-Rüben für die Biogasproduktion interessant. Allerdings wurde bisher nur unzureichend die Biogasproduktion aus den Beta-Rüben sortenabhängig betrachtet. Aus diesem Grund wurden verschiedene Futter- und Zuckerrübensilagen auf ihren spezifischen Methanertrag im semi-kontinuierlichen Laborversuch untersucht und die Wirtschaftlichkeit dieser Sorten frei Fermenter ermittelt.
Die THG-Bilanz moderner Bio-Erdgasanlagen am Beispiel der Bio-Erdgasanlage Einbeck
© Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock (6/2012)
Im Gegensatz zur klassischen Direktverstromung am Ort der Biogaserzeugung weist die Aufbereitung von Biogas zu Bio-Erdgas mit anschließender Einspeisung in das Erdgasnetz mehrere Vorteile auf. Während bei den derzeit ca. 7.000 Biogasanlagen (ohne Gasaufbereitung) trotz aller Anstrengungen bei der Erstellung von Wärmekonzepten und Satelliten-BHKWs heute immer noch der größte Teil der bei der Stromerzeugung aus Biogas anfallenden Wärme ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird, ermöglicht der Transport des aufbereiteten Biogases über das Erdgasnetz den hocheffizienten Einsatz in wärmegeführten KWK-Anlagen, Brennwertthermen und Erdgasfahrzeugen. Darüber hinaus fungiert das Erdgasnetz als Speicher, der eine räumliche und zeitliche Entkopplung der Biogaserzeugung von einem bedarfsgerechten Verbrauch ermöglicht, ohne dass ein zusätzliches Invest für Speicherinfrastruktur erforderlich ist.
