Im Schwellenland VR China leben rund 1,3 Mrd. Menschen, was in etwa 20 Prozent der Weltbevölkerung entspricht. Flächenmäßig ist China das viertgrößte Land auf der Erde. Das Bevölkerungswachstum wird zwar durch die Ein-Kind-Politik gebremst, aber die Anzahl der Einwohner wird voraussichtlich erst ab 2040 sinken.
Bis dahin ist mit einem Niveau von 1,5 bis 1,8 Mrd. Einwohner zu rechnen. China ist ein Land mit einem kontinuierlichen jährlichen Wirtschaftswachstum von etwa 10 Prozent, steigendem Urbanisierungsgrad und einer Fülle an ökonomischen, sozialen und ökologischen Problemen. Die ökologischen Belastungen sind insbesondere Verunreinigungen des Grund-, Oberflächen- und Trinkwassers, die Schadstoffbelastung der Luft und die mangelhaften Strukturen für die Sammlung und Entsorgung von Abfällen.
Inzwischen hat die chinesische Regierung das Ausmaß der Umweltprobleme der Volksrepublik erkannt und versucht gegenzusteuern. Ankündigungen der State Environment Protection Administration (SEPA), von 2006 bis 2010 eine Summe von 160 Mrd. US$ in den Umweltschutz zu investieren, stimmen auch mit dem aktuellen 11. Fünf-Jahres-Plan überein, welcher einen eigenen Schwerpunkt Umweltschutz setzt.
Auf dem KP-Kongress im Oktober 2007 versprach der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao ein größeres Engagement im Umweltschutz. Im Rahmen der China- Reise von Bundesumweltminister Gabriel mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation im Februar 2008 wurde vereinbart, die Kooperation auf dem Gebiet Klimaschutz und Umwelttechnik zu verstärken.
Der Lehrstuhl für Abfall- und Stoffstromwirtschaft der Universität Rostock engagiert sich seit rund fünf Jahren in der VR China und betreibt seit 2005 an und mit der Partneruniversität in Hefei das Chinesisch-Deutsche Umwelttechnologietransferzentrum (CETK). Dort werden derzeit verschiedene Umweltprojekte mit den fachlichen Schwerpunkten Abfall- und Abwasserwirtschaft sowie Bioenergie bearbeitet.
Der vorliegende Beitrag geht zunächst auf die aktuelle allgemeine Umweltsituation in der VR China ein. Anschließend werden auszugsweise die bisherigen Aktivitäten des CETK vorgestellt. Es folgen Ausführungen zur abwasserwirtschaftlichen Entwicklung in der VR China und es wird beispielhaft eine moderne Kläranlage (Betreiber: Berlinwasser International AG) in der Hauptstadt Hefei der Provinz Anhui vorgestellt, wobei insbesondere auf die Klärschlammentsorgung eingegangen wird. Der Beitrag schließt mit einem kurzen Fazit und Ausblick.
| Copyright: | © Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban | |
| Quelle: | 13. Fachtagung thermische Abfallbehandlung (März 2008) | |
| Seiten: | 17 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Prof. Dr. Michael Nelles Dr. Gert Morscheck | |
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Klärschlammentsorgung aus der Sicht der E.ON
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (6/2008)
„Klärschlammdüngung hat keine Zukunft“ Mit dieser Aussage hat Staatsminister Dr. Bernhard jüngst die Haltung der Bayerischen Staatsregierung zur landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlamm auf den Punkt gebracht.
Zukünftige Verwertungsmöglichkeiten auf modernen Kläranlagen am Beispiel RHV Leoben
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (6/2008)
Der Reinhaltungsverband Leoben wurde im August 1978, mit dem Ziel im Bereich des mittleren Murtals die Abwasserversorgung für die Stadtgemeinde Leoben, die Marktgemeinde St. Peter-Freienstein und der Brauerei Göss zu übernehmen, gegründet. Anfang der 80er Jahre wurde die Verbandskläranlage Leoben mit einer Ausbaugröße von 100.000 EW Kohlenstoffabbau in betrieb genommen. Der anfallende Klärschlamm wurde nach der biologischen Reinigungsstufe anaerob behandelt.
Grüne Energie aus Wien - Ein Abwasserverband auf dem Weg zum Energie-Produzenten
© Deutscher Fachverlag (DFV) (3/2008)
Ein österreichischer Abwasserverband geht weit über die Abwasserreinigung hinaus und wird zum Produzenten von „grüner“ Energie: Zur Stromerzeugung im BHKW kommt die Herstellung von komprimiertem Autogas.
Energetische Verwertung von Klärschlamm in Kraftwerken
© Regierung von Niederbayern (9/2006)
Steckbrief E.ON Kraftwerke (Stand 2005)
Betrieb von mehr als 40 Kohle-, Gas-, Öl- und Biomassekraftwerken
sowie Abfallverbrennungsanlagen
Stromerzeugung: rd. 50 TWh (überwiegend aus Steinkohle)
Wärmeerzeugung: rd. 6.000 GWh (thermisch)
Kraftwerksleistung: rd. 15.000 MW
Umsatz: rd. 2 Mrd. €
Mitarbeiter: rd. 5.000 (Stand 31.12.2005)
Unternehmen ist einer der größten deutschen Stromerzeuger
Entsorgung nicht verwertbarer Outputströme der MBA in die MVA
© IWARU, FH Münster (5/2005)
In wenigen Monaten beginnt ein neues Zeitalter in der Abfallwirtschaft. Die Diskussion wird beherrscht durch die Frage - reichen die Entsorgungskapazitäten? Aber auch andere Aspekte werden an Bedeutung gewinnen. Die LAGA [1] hat ermittelt, dass in 2005 eine gesicherte Behandlungskapazität bei MVA´n und MBA´n i.H.v. 22,6 Mio. t zur Verfügung stehen. Dies würde ausreichen, um Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle zur Beseitigung i.H.v. 20,4 Mio. t zumindest rein rechnerisch aufzunehmen. Berücksichtigt man hingegen auch die Abfälle aus anderen Abfallbehandlungsanlagen (Sortier- und Aufbereitungsanlagen, Kompostwerke), nicht mehr ablagerungsfähige produktionsspezifische Abfälle und das weite Feld der Ersatzbrennstoffe, können an der Entsorgungssicherheit Zweifel aufkommen.