Ein Schlaglicht auf den Wärmemarkt 2050: Studie „Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt“ simuliert Sanierungsverhalten der Hauseigentümer

Zukunft ERDGAS hat mit der Studie „Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt“ 264 individuelle Sanierungsfahrpläne berechnet und damit ein Szenario der Sanierungsaktivitäten bis 2050 entworfen. Die positive Nachricht: Rund drei Viertel des politisch gesetzten CO2-Einsparziels lassen sich bereits ohne Förderung erreichen. Erdgasbasierte Heiztechnologien nehmen dabei eine bedeutende Rolle für den Klimaschutz ein.

Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung fordert einen Sanierungsfahrplan für Gebäudebestand und Wärmemarkt. Der Ansatz ist gut, allerdings wird ein einziger Fahrplan nicht ausreichen. Die Immobilien unterscheiden sich stark im Alter und im Sanierungsstand und erfordern daher individuelle Konzepte. Ebenso bringen die Menschen, die in den Häusern wohnen, unterschiedliche Voraussetzungen mit: Je nach Einkommen können sie sich nur bestimmte Maßnahmen leisten. Technisch ist die politische Vorgabe für den Gebäudebestand machbar. Das haben zahlreiche Studien bewiesen. Es lassen sich genügend technische Maßnahmen definieren, um die CO2-Emissionen um 80 Prozent zu senken. Bleibt die Frage: Können sich die Hauseigentümer diese Maßnahmen überhaupt leisten? Denn Investitionen in energetische Sanierung müssen von den Privatpersonen getragen werden.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 06 - 2014 (Juni 2014)
Seiten: 4
Preis: € 4,00
Autor: Dr. Timm Kehler

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