Diesel-RME-Ethanol-Kraftstoff

In Europa existiert ein Überschuss an Benzinfraktionen. Trotz sinkendem Energiebedarf von Neufahrzeugen wird der Verbrauch an Dieselkraftstoffen aufgrund des steigenden Transportaufkommens weiter zunehmen. Die bisherige Strategie, den geforderten Anteil an erneuerbaren Kraftstoffen auf Benzin und Diesel gleich zu verteilen trägt nicht zur Verbesserung der Situation bei. Es erscheint daher sinnvoll die derzeit verfügbaren Biokraftstoff FAME und Bioethanol nur dem Diesel beizumischen.

Die Studie beschreibt die Eigenschaften des untersuchten Kraftstoffblends Diesel-RME-Ethanol und zeigt dessen Potential an einem 1-Zylinder-Pkw-Forschungsmotor. Bei der Rekalibrierung des bekannten Rußvorteils von oxigenierten Kraftstoffen wurden zwei Ansätze verfolgt. Zum einen wird ein NOX-Emissionsvorteil ausgewiesen und zum anderen kann ein Verbrauchsvorteil erzielt werden. Die Verwendung des Kraftstoffblends Diesel-RME-Ethanol in Bestandsfahrzeugen ist aufgrund der Eigenschaften von Ethanol nicht möglich. Deshalb wurden Untersuchungen zur Materialverträglichkeit bezüglich Korrosion bzw. der Änderung mechanischer Eigenschaften eingesetzter Materialien vorgenommen. Zudem werden die nötigen Anpassungen der kraftstoffführenden Leitungen und des Tanksystems erläutert.

Weitere Autoren: Matthias Diezemann, Sven Müller



Copyright: © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Quelle: 9. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2015)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Dipl.-Ing. Heike Puschmann
Maximilian Brauer

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