Verpflichtende Energieaudits für Nicht-KMU – ein Blick auf die Anforderungen des neuen EDL-G

Das produzierende Gewerbe, zumindest solche Unternehmen, die den Spitzenausgleich bei der Energiesteuer oder Entlastungen durch die Besondere Ausgleichregelung im EEG in Anspruch nehmen, kennen sie bereits: die Pflicht zur systematischen Erfassung und Analyse des Energieverbrauchs bis hin zur Einführung eines Energiemanagementsystems. Mit der Novelle des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) greift eine solche Verpflichtung künftig für mehrere zehntausend Unternehmen – und das branchenübergreifend und unabhängig von der Höhe des Energieverbrauchs.

Am 3. Dezember 2014 verabschiedete das Bundeskabinett den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE). Dieser enthält zahlreiche Maßnahmen, die helfen sollen, das selbst gesteckte nationale Effizienzziel – die Minderung des Primärenergieverbrauchs bis2020 um 20 Prozent zur Basis 2008 – zu erreichen.
Ein wichtiger Baustein des NAPE ist die künftige Verpflichtung von Nicht-KMU (KMU= kleine und mittlere Unternehmen, siehe auch Infokasten Seite 41) zur Durchführung sogenannter Energieaudits. Diese Maßnahme macht ein Siebtel der angestrebten Gesamteffekte des NAPE aus und ist auf europäische Vorgaben aus Art. 8 Abs. 4–7 der Energieeffizienzrichtlinie RL 2012/27/EU zurückzuführen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2015 (Mai 2015)
Seiten: 5
Preis: € 4,00
Autor: Mark Becker

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