Brennstoffzellen auf dem Vormarsch

Die erfolgreiche Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung hängt zu einem wesentlichen Teil von den CO2-Minderungen im Heizwärmemarkt ab – denn dieser ist für rund ein Drittel der Emissionen verantwortlich. Ein Schlüssel zum Erfolg ist der Einsatz von innovativen Brennstoffzellen, die mit ihrer hohen Energieausbeute und hohem CO2-Einsparpotenzial einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten können. Brennstoffzellen sind in vielen Bereichen einsetzbar und technisch ausgereift – eine Erfahrung, die aktuell auch die Stadtwerke Bielefeld machen.

Im Rahmen eines Praxistests, den die Stadtwerke Bielefeld gemeinsam mit dem Kasseler Erdgashändler WINGAS durchführen, arbeitet seit Dezember 2013 eine BlueGen-Brennstoffzelle der Firma Ceramic Fuel Cells im Keller eines Mehrfamilienhauses der Gemeinnützigen Siedlungs- und Wohnungsbaugenossenschaft Senne eG (GSWG-Senne eG) im Bielefelder Stadtteil Senne. Das Gerät ist nicht größer als ein Kühlschrank und erzeugt gleichzeitig Wärme und Strom. Dabei wird mittels einer elektrochemischen Reaktion eine Gleichspannung erzeugt. Dies geschieht durch Beaufschlagung einer Anode mit Wasserstoff, der in einem Reformer aus Erdgas gewonnen wird, bzw. einer Kathode, die mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft gespeist wird. Der so entstehende Ionenfluss über einen Elektrolyten produziert thermische und elektrische Energie.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 03 - 2015 (März 2015)
Seiten: 3
Preis: € 4,00
Autor: Detlef Mirsch

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