Technische Besonderheiten beim Einziehen von Leitungen in Dükerrohre

Im Unterschied zu sonstigen Einzügen von Medienrohren ist im Dükerbau unter Gewässern (und im weiteren Sinne auch unter Straßen oder sonstigen Bauwerken) die Geometrie zumeist so, dass die Medienrohre in verhältnismäßig engen Radien und beengten Platzverhältnissen eingezogen werden müssen. Bei den Medienrohren handelt es sich um verschiedenste Arten von Rohren – vom kleinen Kabelschutzrohr bis hin zu großen und dickwandigen Stahlrohren mit deutlich über einem Meter Durchmesser.

Für die Herstellung von Dükern, die einzelne Leitungen oder Leitungsbündel, auch verschiedener Medien, beinhalten sollen, werden heutzutage vermehrt Mantelrohre durch verschiedenste Tunnelbauverfahren – wie z. B. Durchpressungen oder Schildvortriebe – unter Gewässern eingebaut. Durch die Tunnelbauverfahren kann jedoch zunächst nur das Mantelrohr hergestellt werden. Eine Verwendung des eigentlichen Medienrohrs als Vortriebsrohr schließt sich meistens aus, insbesondere wenn im Endzustand Medienbündel verlegt sein sollen. Das Mantelrohr ist in der Regel aus Stahl oder Beton (Vortriebsrohre oder Tübbinge). In diese Mantelrohre sind dann die eigentlichen Medienleitungen und -rohre einzubauen bzw. einzuziehen. Hierbei sind vielerlei technische Aspekte zu beachten und zu berechnen, die hier erläutert werden sollen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 02 - 2015 (Februar 2015)
Seiten: 5
Preis: € 5,00
Autor: Dipl.-Ing. Thomas Groß

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