In Nordrhein-Westfalen werden mehr als die Hälfte der in privaten Haushalten anfallenden Abfälle getrennt gesammelt und überwiegend stofflich verwertet. Den größten Anteil haben Bio- und Grünabfälle. Im Jahr 2023 sind rund zwei Millionen Tonnen Biound Grünabfälle getrennt gesammelt und verwertet worden. Dies entspricht einer Menge von durchschnittlich 109 Kilogramm Bio- und Grünabfällen pro Kopf der Bevölkerung.
Für Nordrhein-Westfalen wurden durch eine Erhebung umfassende Daten zum Stand der getrennten Sammlung von Bio- und Grünabfällen ermittelt. Dabei handelt es sich unter anderem um Angaben zur Art der Sammelsysteme, zur Eigenkompostierung, zu den Gebühren für die Biotonne sowie zur Qualität der getrennt gesammelten Bio- und Grünabfälle. Ausgewählte Ergebnisse werden im Folgenden vorgestellt. Die Ergebnisse der Erhebung sind auch in die Evaluierung von „Handlungsempfehlungen zur getrennten Erfassung und Verwertung von Bio- und Grünabfällen“ eingeflossen, die Bestandteil des Abfallwirtschaftsplans NRW, Teilplan Siedlungsabfälle, sind.
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH | |
| Quelle: | Biomasse-Forum 2024 (November 2024) | |
| Seiten: | 13 | |
| Autor: | Vera Reppold | |
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Grüngut – Multitalent mit sehr hohen ungenutzten Potenzialen
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Die getrennte Erfassung von Grüngut ist ein zentraler Baustein der deutschen Kreislaufwirtschaft und seit 2015 für alle öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) rechtlich verpflichtend.
Qualitätssicherung von Bioabfall und Kompost als Schlüssel für eine hochwertige Verwertung – Stand und Perspektiven
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Die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Komposten nimmt immer stärker an Bedeutung zu. Grundlage für die Produktion hochwertiger Komposte sind getrennt gesammelte Bioabfälle.
Rechtliche Herausforderungen für den Betrieb von Bioabfallbehandlungsanlagen
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Zehn Millionen Tonnen Kompost – Herausforderungen für die Bioabfallwirtsch
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Die Mengen an getrennt erfasstem Bio- und Grüngut sind in Deutschland insgesamt gestiegen, aber die Zuwächse waren in den letzten Jahren nicht mehr so deutlich wie zuvor. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern in Bezug auf die Erfassungsmenge von Bio- und Grüngut. Die Umweltministerkonferenz hatte bereits 2020 beschlossen, die Menge der im Restmüll enthaltenen Bioabfälle bis 2025 zu reduzieren und bis 2030 zu halbieren. Dies spiegelt sich bisher nicht in den getrennt erfassten Bioabfällen wider.
Sortenreinheit von Bioabfällen und Komposten
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Die Menge an produziertem Kompost aus Anlagen, die einer RAL-Gütesicherung unterliegen, konnte in den letzten Jahrzehnten zunehmend gesteigert und im Vergleich zum Jahr 2000 auf über 4 Mio. Tonnen verdoppelt werden. Jedoch gab es im Jahr 2022 einen Rückgang bei den angelieferten Mengen, vor allem beim Grüngut, sodass trotz steigender Anlagenzahlen der Input für die Kompostierung um 700.000 Tonnen gesunken ist.