Der Mitarbeiter - Die zentrale Säule eines qualitätsorientierten Betriebes Wertschöpfung durch Wertschätzung

Die moderne Stadtbildpflege bringt immer neue Herausforderungen für kommunale Betriebe mit sich. Folglich verdichten sich zunehmend sowohl die Leistungserwartungen an die Mitarbeiter, als auch die Vielfalt der zu erfüllenden Aufgaben. Es lohnt daher, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie man die Mitarbeiter in kommunalen Betrieben aktiver in den Wertschöpfungsprozess einbeziehen kann – das heißt, wie man mehr Eigenverantwortung für die ausgeübte Tätigkeit als bedeutsamem Teil der Wertschöpfungskette in ihnen wecken kann.

Die Geschichte der Arbeit in kommunalen Betrieben ist gleichzeitig eine Geschichte der Führung. Diese ist seit den 1980er Jahren geprägt durch eine Kultur des Misstrauens im Miteinander. In der Nachkriegszeit war das Arbeitgeber-Arbeitnehmer Verhältnis zunächst charakterisiert durch eine stark wertebasierte Zusammenarbeit. Aufgrund der vorherrschenden klassischen Arbeitsethik sah man sich dem Arbeitgeber gegenüber in der Pflicht. Im Laufe der 1970er und 1980er Jahre, vor allem aufgrund der finanziellen Engpässe auf kommunaler Ebene und den daraus resultierenden Leistungsverdichtungen, erfolgte eine zunehmende Ausrichtung der Arbeitnehmerschaft auf ihre Arbeitnehmerrechte. Eine Überbetonung der Arbeitnehmerrechte von Seiten der Mitarbeiter traf bei den Vorgesetzten auf Enttäuschung und eine gewisse Hilflosigkeit. Der Argwohn und die Skepsis füreinander wuchsen und äußerten sich in einem zunehmend autoritären Führungsstil. Dieser Art der Führung liegt jedoch ein Menschenbild zugrunde, das Menschen im Arbeitskontext gegenüber tendenziell Misstrauen und Geringschätzung schürt. Führungsarbeit hingegen, die von den Mitarbeitern Eigenverantwortung und Leistungswillen einfordert, muss
unterstützen und gute Leistungen wertschätzen.



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 12. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Februar 2011)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 1,50
Autor: Dipl.-Psych. Dr. Stefan Meinsen

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