Erkenntnisse für die Abfallentsorgung aus der Flutkatastrophe im Ahrtal

Vom 12. bis zum 19. Juli 2021 verursachte das Tief Bernd in mehreren Regionen Deutschlands schwere Niederschläge. Besonders betroffen war die Region in Westdeutschland zwischen Hagen, Wuppertal, Euskirchen und vor allem das südlich angrenzende Ahrtal im Landkreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz.

Nach der schweren Flutkatastrophe im Ahrtal hatte die Abfallwirtschaft die Aufgabe zu bewältigen, neben der regulären Abfuhr auch noch die erheblichen entstandenen Abfallmengen im 40 km überfluteten Tal zu erfassen, abzufahren und beseitigen zu lassen. Dabei traf Sie auf Hindernisse, die in dieser Größe noch nicht zu bewältigen waren. Es wurden bislang über 1 Mio. t Abfälle verladen, transportiert, aufbereitet und entsorgt. Hierfür wurden bisher 146 Mio. € aufgewendet. Mehr als 200 Zielanlagen in Deutschland halfen mit, diese Abfallmenge aufzunehmen und zu verwerten. Viele Helferinnen und Helfer aus Deutschland kamen nach Ahrweiler und standen dem AWB bei. Hier gebührt ihnen ausdrücklicher Dank. Aus den Erkenntnissen während der Flutberäumung können Schlussfolgerungen gezogen werden, die bei zukünftigen Katastrophen helfen mögen, die dann anstehende Aufgaben besser und effektiver zu erledigen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 09 (September 2023)
Seiten: 9
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Sascha Hurtenbach

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