Digi-Cycle: Jeder (Sammel)beitrag zählt

Das Problem ist bekannt: Obwohl Österreich prinzipiell als Vorreiter in Abfallwirtschaft gilt, gibt es bei der Abfalltrennung noch Luft nach oben. Insbesondere bei Kunststoffverpackungen ergeben sich durch die Vorgaben des EU-Kreislaufwirtschaftspaketes kurzfristige Herausforderungen: Nur rund 25 % der Kunststoffverpackungen werden aktuell recycelt, bis 2025 ist hier eine Verdoppelung vorgeschrieben.

Obwohl die Motivation der Österreicherinnen und Österreicher zur richtigen Mülltrennung und die Wichtigkeit in Hinblick auf den Klimaschutz grundsätzlich sehr groß ist, gehen nach wie vor viel zu viele wertvolle Rohstoffe dem Ressourcen-Kreislauf verloren. Nicht nur bei Verpackungen wird daher aus mehreren Gründen eine Steigerung der Sammelquote angestrebt: sei es aus rechtlicher Sicht (Bsp. PET-Flaschen), aus wirtschaftlicher Sicht (Bsp. Alu) oder, wenn durch falsche Entsorgung Schäden entstehen können (Bsp. Batterien). Wichtigste Voraussetzung, um Stoffe überhaupt recyceln zu können ist die richtige Sammlung. Dies hängt oft an den Endnutzerinnen und Endnutzern. Es gibt verschiedene Mechanismen um Menschen zur richtigen Abfalltrennung zu motivieren. Eine digitale Lösung kann durch spezifische Information, aber auch durch gezielte Belohnung für umweltfreundliches Verhalten dabei unterstützen die Sammelquoten zu erhöhen.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2022 (November 2022)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dipl.-Ing. Michaela Heigl
Dr. DI Felix Badura

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