Auf der Überholspur in Richtung Kreislauf – Fast-Track Notifizierung als Modell um legale Exporte zu vereinfachen

Es gibt mittlerweile viele Firmen – hauptsächlich in großen Ländern wie Deutschland oder Frankreich – die keine Notifizierungen mehr beantragen, weil diese zu komplex und zu teuer sind und zu lange dauern. Oft ist es wesentlich leichter, billiger und auf alle Fälle viel schneller, diese komplexe Mischungen als grüngelistete Abfälle aus der EU zu exportieren, weil es kaum wirksame Kontrollen in den größeren EU Häfen gibt. Somit wurde aus der guten Absicht der Basler Konvention mittlerweile ein Hemmschuh für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft.
Diese Probleme lassen sich nicht mit den Prinzipien des EU Kreislaufpaketes vereinen.

In den letzten Jahrzehnten verfolgte die Abfallwirtschaft das Ziel, dem illegalen Abfall Export das Handwerk zu legen. Die dazu getroffenen Regelungen erschweren nun jedoch in der Praxis, die angepeilte Kreislaufwirtschaft über Grenzen hinweg mit Sekundärrohstoffen zu versorgen. Daher hat die Müller-Guttenbrunn Gruppe einen Vorschlag erarbeitet, um Recycling im vereinten Europa einfacher und schneller zu machen. Die Basis dazu legt eine Vorabzustimmung für die Behandlung von Abfällen, welche als Rohstoff für die Produktion von Sekundärrohstoffe eingesetzt werden. Die Zielsetzung sollte eine Fast-Track Notifizierung sein, die dazu führt, dass innerhalb einiger Wochen Material transportiert werden kann, damit Sekundär-Rohstoffe ergänzend zu Primär-Rohstoffen im Materialkreislauf eingebracht werden können.





Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2016 (November 2016)
Seiten: 4
Preis: € 2,00
Autor: Dipl.-Ing. Chris Slijkhuis

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