Optimierte Verwertung von Siebresten aus Biogutvergärungs- und -kompostierungsanlagen (Sieb-OPTI)

Im Projekt Sieb-OPTI, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, wurden vor dem Hintergrund einer zunehmenden Fremdstoffproblematik auf Biogutbehandlungsanlagen mit steigenden Siebrestmengen sowie steigenden Kosten für die Entsorgung dieser Siebreste 275 Anlagenbetreiber zu dieser Thematik befragt. Daneben wurden Sortieranalysen von Siebresten auf vier Biogutbehandlungsanlagen durchgeführt, des Weiteren Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen innovativer Aufbereitungstechniken für Siebüberläufe sowie die Formulierung von Praxisempfehlungen auf Basis der Ergebnisse des Projekts.

Das Projekt Sieb-OPTI thematisiert die Problematik zunehmender Siebrestmengen mit erhöhter Fremdstoffbelastung in Biogutvergärungs- und -kompostierungsanlagen. Ein Ziel des Projekts war die Durchführung einer umfassenden Ist-Stand-Analyse der Entsorgung beziehungsweise Verwertung von Biogut-Siebresten in Deutschland. Nach ökologischen, technischen und rechtlichen Gesichtspunkten sollten geeignete Verwertungsoptionen für Biogut-Siebreste analysiert werden. Weiteres Ziel war es, alternative, innovative Verwertungsoptionen zu erproben und diese sowohl ökonomisch als auch hinsichtlich ihrer Klima- und Ressourcenrelevanz zu bewerten. Für die optimierte Verwertung von Siebresten sollen praxistaugliche Empfehlungen ausgesprochen werden. Das Forschungsvorhaben wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Förderbekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung von Forschung und Entwicklung zur kosten- und energieeffizienten Nutzung von Biomasse im Strom- und Wärmemarkt „Energetische Biomassenutzung“ gefördert.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 32. Abfall- und Ressourcenforum 2021 (Oktober 2021)
Seiten: 22
Preis inkl. MwSt.: € 11,00
Autor: Dr. Felix Richter
Dipl.-Ing. Thomas Turk
Dr.-Ing. Michael Kern
Dipl.-Ing. Thomas Raussen

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Kombination von Vergärung mit Abfallverbrennung – energetische und wirtschaftliche Synergien –
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Wer heute über die Anpassung von Abfallwirtschaftskonzepten diskutiert, wird wohl besonders die im Kreislaufwirtschaftsgesetz formulierte Vorgabe der getrennten Sammlung von Bioabfällen ins Auge fassen. Gerade in Gebietskörperschaften ohne Biotonne und seit Jahren eingeführter thermischer Verwertung des Restabfalls (mit Organik) über ein Abfallheizkraftwerk ist es naheliegend über den tieferen Sinn der Trennung der Stoffströme nachzudenken und Handlungsoptionen zu erwägen.

Auswirkungen der BioAbfV, der IED-Richtlinie und BVT auf neue und bestehende Bioabfallbehandlungsanlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2013)
Die Entsorgungswirtschaft – einschließlich der Betreiber von Bioabfallbehandlungsanlagen – hat bereits heute ein strenges Regime bei der Zulassung von Abfallbehandlungsanlagen zu beachten. Der überwiegende Teil der Anlagen ist nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG) genehmigt. Das Kapitel 8 der Vierten Verordnung zur Durchführung des BlmSchG (4. BlmSchV) befasst sich allein mit Anlagen zur Verwertung und Beseitigung von Abfällen und sonstigen Stoffen.

bifa-Text Nr. 57: Die Abfallwirtschaft im Jahr 2030 - Eine Szenarioanalyse nicht nur für Bayern
© bifa Umweltinstitut GmbH (5/2012)
In einer neuen Studie des bifa Umweltinstituts werden mögliche Entwicklungen der regionalen, nationalen und internationalen Rahmenbedingungen für die bayerische Abfallwirtschaft im Jahr 2030 dargestellt sowie deren Auswirkungen auf die Abfallwirtschaftsstrukturen und auf die Ökoeffizienz. Das Projekt wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit durchgeführt. Die Ergebnisse bieten auch anderen Behörden, Unternehmen und Verbänden in Deutschland eine Basis für die eigene Positionierung und Strategieentwicklung.

Kombinationsanlagen zur Behandlung von Speise- und Lebensmittelabfällen mit kommunalen Bioabfällen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2011)
Es galt eine Anlage zu entwickeln, mit der der Betreiber sowohl Bioabfälle aus der kommunalen Sammlung als auch biogene Abfälle aus der Lebensmittelindustrie so-wie Kantinen- und Speiseabfälle verarbeiten kann. Das entstehende Biogas ist in der Qualität so zu definieren, dass eine anschließende Aufbereitung zu Bio-Erdgas möglich ist. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Begleitgase Sauerstoff und Stickstoff zu legen. Auf die richtige Art der Entschwefe-lung ist zu achten.

Vergärungsanlagen als Vorschaltanlagen zur Kompostierung Nutzen, energetische und wirtschaftliche Betrachtung
© Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft - TU Dresden (6/2010)
Die Integration einer Vergärungsanlage in eine bestehende Kompostierungsanlage wird derzeit an vielen Standorten geprüft und auch in beachtlicher Anzahl umgesetzt.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Leichtweiß-Institut
Physikalische und biologische
Aufbereitungs- und Behandlungs-
technologien, TU Braunschweig

SIUS GmbH
der Spezialist für biologische
und mechanisch-biologische
Verwertung organischer Stoffe