Vakuumdestillation sorgt für sichere Deponiesickerwasser-Aufbereitung

Niederschläge auf Deponien erzeugen Sickerwässer, die stark mit Schadstoffen verunreinigt sind. Diese Wässer müssen in der Regel aufgefangen und behandelt werden, bevor eine Einleitung in Gewässer zulässig ist. Im spanischen Mallabia wurde eine hochmoderne Deponiesickerwasser-Aufbereitung in Betrieb genommen, die mit modernsten Aufarbeitungstechnologien für eine wirtschaftliche und sichere Einhaltung der Grenzwerte sorgt.

Egal ob Hausmüll, Bauschutt, kontaminierte Böden, Hafenschlick oder Müllverbrennungsasche: Die Endlagerung dieser stark mit Schadstoffen belasteten Medien stellt eine potentielle Gefahr für Grundwasserverschmutzungen durch Schwermetalle, Stickstoff-Verbindungen oder organische Stoffe dar. Daher müssen Deponiesickerwässer aufgefangen und aufbereitet werden.

Im spanischen Mallabia (Baskenland) hat das Entsorgungskonsortium Betearte – ein Zusammenschluss der drei größten Entsorger des Landes – eine hochmoderne Deponiesickerwasser-Aufbereitung in Betrieb genommen. Die Anlage behandelt alle in der zwei Millionen Tonnen fassenden Deponie, die zur Endlagerung von Industrieabfällen dient. Beauftragt mit dem Bau und der Planung der Aufarbeitungsanlage wurde die spanische Firma Sidasa, die das Verfahren unter den Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit und der Zuverlässigkeit ausgewählt hat.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 09/2014 (September 2014)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Peter Demarez

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