Rückstellungen für Deponienachsorge im Spannungsfeld zwischen Handels- und Kommunal(abgaben)recht

Zunächst wird auf die für eine Rückstellungsbildung relevanten begrifflichen und rechtlichen Grundlagen eingegangen. Schwerpunkte bilden dabei die im Handelsrecht und im Kommunalabgaben- und Haushaltsrecht im teilweise unterschiedlichen Sinn verwende-ten Begriffe „Rückstellung“ und „Rücklage“.

Daraufhin wird die Ermittlung von Rückstellungen in den folgenden 3 Schritten gezeigt:
1. Prognose der Nachsorgekosten (Nominalwerte pro Arbeitsgang/Funktionsbereich und Jahr)
2. Ermittlung der Erfüllungsbeträge im Jahr des Anfalls unter Berücksichtigung von Preis- und Kostenveränderungen
3. Barwertermittlung unter Abzinsung der Erfüllungsbeträge
Bei der Barwertermittlung wird auf die unterschiedlichen Vorgaben des Handelsrechts, hier insbesondere des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BiLMoG) und des länder-spezifischen Kommunal- und Kommunalabgabenrechts eingegangen. Neben der Ab-zinsung der Rückstellungen wird dabei auch die Problematik der „Nachholung“ fehlen-der Rückstellungen (z.B. infolge von Veränderungen der gesetzlichen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen) und der dafür geltenden abgabenrechtlichen Rahmenbedingungen behandelt. Zusammenfassend wird nochmals auf den Zusammenhang und die erforderliche Abstimmung der Rechenwerke Gebührenkalkulation, Bilanz und Finanzplanung in Bezug auf die Deponierückstellung eingegangen.



Copyright: © Wasteconsult international
Quelle: Praxistagung Deponie 2016 (November 2016)
Seiten: 13
Preis: € 6,50
Autor: Dipl.-Ing.-Ök Steffen Hofmann
Patrick Ihli

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