Unterwasserpumpen: Energiekosten machen den Unterschied

Bei der Betrachtung der Lebenszykluskosten einer Unterwasserpumpe sind die Energiekosten mit einem Anteil von bis zu 85 % entscheidend, die Investitionskosten hingegen spielen bei langen Betriebszeiten eine eher untergeordnete Rolle (meist unter 10 %). Unterwasserpumpen arbeiten in der Regel mit jährlich hohen Betriebsstundenzahlen. Die Investition in eine Pumpe mit hohem Wirkungsgrad, in einen nicht zu geringen Kabelquerschnitt der Stromversorgung und in einen Frequenzumrichter zur Drehzahlstellung kann sich vor diesem Hintergrund sehr schnell auszahlen.

Die Entscheidungsfindung für oder gegen eine Unterwasserpumpe des Anbieters A bzw. B ist im Grunde recht einfach, wie die folgende Beispielrechnung zeigt: Man vergleiche die Kosten in einer typischen Anwendung, also in einem Brunnen mit Dauerentnahme (Förderstrom 50 m3/h bei einer Förderhohe von 60 m):

Pumpe 1: Wirkungsgrad = 75 % 11,7 kW

Pumpe 2: Wirkungsgrad = 65 % 13,4 kW

Die Leistungsdifferenz bei 10 % Wirkungsgradunterschied beträgt 1,7 kW. Bei 8.760 Betriebsstunden im Jahr und einem Energiepreis von 0,2 €/ kWh summieren sich die Mehrkosten auf 2.978 Euro pro Jahr.

Dieses einfache Beispiel zeigt, dass die Energiekosten bei den Lebenszykluskosten einer Pumpe einen sehr hohen Anteil (bis zu 85 %) haben. Die Investitionskosten hingegen spielen gerade bei langen Betriebszeiten eine eher untergeordnete Rolle und liegen in der Regel unter 10 %.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2015 (Dezember 2015)
Seiten: 6
Preis: € 6,00
Autor: Rainer Schmitz

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