Mehr Strom, weniger Schlamm: Biologische Abwasserbehandlung deckt den Energiebedarf

Der sparsame Umgang mit Energie ist längst auch in der Abwasserwirtschaft ein Thema – zur Entlastung des Klimas und des Budgets. Zumindest im Pilotmaßstab wurde jetzt nachgewiesen, dass Klärwerke ihren Strombedarf selbst decken können.

Foto: Siemens(22.11.2011) Nachhaltige Wasserlösungen für Städte im Wandel’ war das Motto der diesjährigen International Water Week, die Anfang Juli in Singapur stattfand. Vor diesem Hintergrund stellte Siemens, dessen Zentrale in Sachen Wasserforschung in Singapur sitzt, aktuelle Projekte in den Fokus seiner Messepräsentation, die Energie sparen, Abfall reduzieren und die Effizienz der Prozesse zur Wasser- und Abwasseraufbereitung erhöhen. Hierzu gehört auch das F&E-Projekt für eine biologische Kläranlage, die die zu ihrem Betrieb notwendige Energie in Form von Methangas gleich selbst produziert. Außerdem erzeugt sie, so Siemens, deutlich weniger Klärschlamm als herkömmliche Verfahren. Die Pilotanlage, die auf dem Gelände der Wasserwerke Singapurs steht, arbeitet seit Juni 2010 gar energieneutral. Derzeit entsteht eine 300- mal größere Pilotanlage. Sie wird das Abwasser von etwa 1000 Einwohnern reinigen...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Siemens Water Technologies
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon, Berlin
Foto: Siemens



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: November/Dezember 2011 (November 2011)
Seiten: 2
Preis: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon

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