Einführung eines anaeroben Fließbettverfahren in der Zuckerindustrie

Die deutsche Zuckerindustrie hat in den letzten fünfzehn Jahren durch Konzentrierung und Anpassungen der Zuckermarktordnung deutliche Veränderungen erfahren. Derzeit sind 20 Fabriken aktiv, die, verteilt auf vier Unternehmen, ca. 3,3 Mio. t Zucker erzeugen. Die durchschnittliche Rübenverarbeitung liegt bei 12 000 t Rüben pro Tag und Fabrik.

Der Beitrag stellt die Einführung eines Fließbettverfahrens in der deutschen Zuckerindustrie vor. Die wesentlichen Randbedingungen ergeben sich aus dem Betrieb nur über 3-4 Monate im Jahr mit leicht abbaubaren Abwässern bei allerdings hohen Calciumkonzentrationen von bis zu 4 kg · m–3. In drei deutschen Zuckerfabriken wurde baugleich ein Fließbettreaktor mit 500 m3 Arbeitsvolumen und 700 m3 Gesamtvolumen erstellt. Als Träger wird Bimssteingranulat (Durchmesser 0,2–0,5 mm) eingesetzt. Die höchsten damit erzielten CSB-Frachten liegen bei 35 kg · m–3 · d–1, bezogen auf das Arbeitsvolumen. Regelmäßiger Austausch verkalkten Trägermaterials ist erforderlich, technisch aber auch leicht während des Betriebs durchzuführen.



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH
Quelle: GWF Special Industrieabwasser (November 2008)
Seiten: 7
Preis: € 7,00
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