Im Brandfall richtet nicht nur das Feuer Schaden an. Kontaminiertes Löschwasser, austretende Gefahrstoffe und Reaktionsprodukte gefährden die Umwelt. Rückhalteeinrichtungen müssen installiert werden, um dies zu verhindern. Einer komplexen rechtlichen Situation stehen sichere Anlagenkonzepte gegenüber.
Löschwasser birgt erhebliche Risiken. Das liegt auf der Hand, wenn im Brandfall wassergefährdende Stoffe gemäß AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) beteiligt sind und mit dem Löschwasser in die Umwelt gelangen. Jedoch, das Risikopotenzial geht weit darüber hinaus, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Brandbeispiel eines Großkühlhauses zeigt, in dem Butter, Eiscreme, Fleisch und andere Lebensmittel eingelagert waren. Brennbare Dämmstoffe hatten im Brandverlauf eine enorme Wärmeentwicklung zur Folge. Die deshalb verflüssigte Butter und Eiscreme emulgierten im Löschwasser, wurden mit ihm in Gewässer, Kanalisation sowie die Keller benachbarter Wohngebäude eingetragen und erstarrten dort nach dem Abkühlen. Durch Buttersäure kam es zu erheblichen Schäden an den Betonbauteilen der Kanalisation. Butterfett setzte die Kiemen von Fischen zu, verklebte das Gefieder von Vögeln, musste von der Wasseroberfläche abgesaugt, von den Uferbereichen abgetragen und aus betroffenen Kellern entfernt werden. Allein der Umweltschaden belief sich auf 1,5 Mio. €.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 10 (Oktober 2024) | |
| Seiten: | 3 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Tom Kionka | |
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