Bauwerksprüfung wasserbautechnischer Anlagen - handnahe Prüfung nach DIN 1 076

Zu den Ingenieurbauwerken des Spezialwasserbaus gehören neben den Stauanlagen und deren Betriebstechnik auch Brücken über Hochwasserentlastungsanlagen, Entnahmebauwerke, Tunnel, Tosbecken, Stützbauwerke sowie Hang- und Felssicherungen im angrenzenden Bereich dieser Anlagen.

Um Gefährdungen für die öffentliche Sicherheit auszuschließen, sind Bauwerke des Spezialwasserbaus  regelmäßig durch zertifizierte Bauwerksprüfer mittels direkter Verfahren zu untersuchen. Aufgrund besonderer Bauweisen sind die Methoden der „handnahen Prüfung“ in großen Höhen oder unter Wasser nur mit erhöhtem Aufwand realisierbar. Die Anwendung indirekter Methoden, wie Flugdrohnen oder ROV (Tauchdrohnen), stellen keinen hinreichenden Ersatz für die handnahe  Prüfung dar, sondern unterstützen diese im Rahmen der Vorerkundung. Unter Wasser kommen speziell ausgebildete Wissenschaftliche Taucher zum Einsatz, welche neben einer Ausbildung zum Bauingenieur über eine VFIB-Zertifizierung zum Sachverständigen für Bauwerksprüfungen verfügen. Unter Anwendung standardisierter Prüfverfahren erarbeiten die Bauwerksprüfer eine objektive und umfassende Zustandsbewertung der gesamten baulichen Anlage. Schäden werden gemäß RI-EBWPRÜF einzeln nach den Kriterien  Standsicherheit, Verkehrs-/Betriebssicherheit und Dauerhaftigkeit bewertet und Handlungsempfehlungen sowie Kostenabschätzungen für notwendige Instandsetzungsmaßnahmen abgeleitet.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 01 (Januar 2023)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Richard Stanulla
Kevin Schmelzer
steffen Hein

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