Der Einfluss der Stichprobengröße auf die Ergebnisse der Kanalzustandsprognose

Der Einfluss der Stichprobengröße auf die Ergebnisse der Kanalzustandsprognose wird analysiert. Aus den statistisch-stochastischen Modellierungen ergibt sich, dass eine für die Kanalzustandsprognose repräsentative Stichprobe aus mindestens 500 Objekten bestehen sollte.
Schlüsselwörter: Kanalnetz, Grundstücksanschluss, Kanalzustandsprognose, Weibullverteilung, Monte-Carlo-Methode.

Die Ergebnisse einer Zustandsprognose von Grundstücksanschlüssen werden präsentiert. Die untersuchten Objekte werden vom Zweckverband zur Abwasserbeseitigung im Hachinger Tal betrieben, der die drei bayerischen Kommunen Oberhaching, Taufkirchen und Unterhaching abwassertechnisch betreut. Die Prognose basiert auf dem kritischen Zustand von Grundstücksanschlüssen, der als Übergang von Reparatur-zur Sanierungszustand zu interpretieren ist. Diese Zustands-bzw. Betriebsphase eines Grundstücksanschlusses hat für den Kanalnetzbetreiber eine außerordentliche Bedeutung, weil sie unter anderem eine Quantifizierung des Sanierungsbedarfs ermöglicht. Im Rahmen dieser Prognose wird der Einfluss der Stichprobengröße auf den technischen Zustand von Anschlussleitungen analysiert.

Die Modellierung des kritischen Zustandes von Grundstücksanschlüssen lehnt sich an die Korrelation zwischen dem technisch-betrieblichen Zustand und dem Alter der Grundstücksanschlüsse an. Anhand der optischen Inspektion wurde der technische Zustand und anhand der Baudokumentation das Alter der einzelnen Leitungen ermittelt. Aus der Erfahrung und aus der statistischen Sicht ist es zu erwarten, dass die älteren Objekte einen schlechteren technischen Zustand aufweisen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 10 2015 (Oktober 2015)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr.-Ing. habil. Andreas Raganowicz

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