Grabenlose Kanalerneuerung des Wiesenbachsammlers in Chemnitz

Im Juni 2008 wurde durch den Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz die Erneuerung des sogenannten Wiesenbachsammlers beauftragt. Gründe waren die hydraulische Überlastung sowie erhebliche Rohrschäden. Ausgeschrieben wurde die Leistung überwiegend im Berstliningverfahren sowie ein Teilabschnitt im Pipe-Eating-Verfahren. Zu erwähnen ist, dass der gesamte Bauabschnitt durch private Grundstücke führt und nur schwer mittels Tiefbautechnik zugänglich ist (Abb. 1).

Baumbewuchs, Überbauungen von Gartenlauben u.Ä.erschwerten die Baumaßnahme.Außerdem befand sich die Kanaltrasse in unmittelbarer Nähe zum Verlauf des Wiesenbaches und es musste auch unter Beachtung des Baugrundgutachtens mit Grundwasser bis ein Meter unter Geländeoberkante gerechnet werden. Den Zuschlag für die Gesamtbaumaßnahme erhielt die Firma KURT Kanalund Rohrtechnik GmbH aus Chemnitz. Um den Aufwand des Eingriffes in den Grundstücksbestand gering zu halten, wurde neben dem Pipe-Eating-Verfahren das Berstliningverfahren als Kanalerneuerungsverfahren gewählt. Neben den begrenzten örtlichen Bedingungen kahm hinzu, dass der neu zu sanierende Kanal eine erhebliche Querschnittsvergrößerung erfahren musste.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2009 (Dezember 2009)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Bernd Richter
Dipl.-Ing. Albert Römer-Schmidt

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