Brunnensanierung mit Hindernissen – ein Beispiel im Weserbergland

Die Auswertung von Rohwasseranalysen eines Brunnens, der in Muschelkalkablagerungen des ostwestfälischen Weserberglands ausgebaut ist, zeigte starke Unregelmäßigkeiten. Geophysikalische Messungen bestätigten den Verdacht, dass beim Brunnenbau vor etwa 40 Jahren ein Quellbereich mit einem tieferen Grundwasserleiter verbunden worden war. Der Betreiber entschloss sich in der Folge zur Sanierung des mit OBO-Rohren ausgebauten Brunnens. Diese erwies sich aufgrund der geotechnischen Bedingungen als äußerst kompliziert. Um die Sicherheit der Baustelle zu gewährleisten, waren mitunter unkonventionelle Maßnahmen notwendig, die letztlich zum Erfolg führten: Die Leistungsfähigkeit des Brunnens konnte nachhaltig wiederhergestellt werden. Anhand dieses Fallbeispiels soll im nachfolgenden Fachbeitrag die Notwendigkeit einer gleichermaßen zielorientierten wie flexiblen Zusammenarbeit von Bauherrn, Planer und Bohrunternehmen bei Sanierungsmaßnahmen im Brunnenbau erläutert werden.

Tiefbrunnen müssen wie alle Bauwerke instand gehalten und bei Bedarf saniert werden. Der dafür notwendige Aufwand hängt nicht nur von den geohydrologischen Bedingungen, sondern in erheblichem Maß auch von der Ausführung des ursprünglichen Bauwerks ab. Darüber hinaus erschweren auch unvollständige oder fehlende Dokumentationen die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen. Als Fallbeispiel soll an dieser Stelle die Sanierung eines Trinkwasserbrunnens im Weserbergland herangezogen werden.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 04 - 2016 (April 2016)
Seiten: 6
Preis: € 6,00
Autor: Dr. Hansjörg Münch

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