Entfernung von organischen Spurenstoffen in naturnahen Filtersystemen – Eignung von Modellsystemen

Im vom BMBF geförderten Projekt „PRiMaT“ (Präventives Risikomanagement in der Trinkwasseraufbereitung) wurden am Institut für Wasserforschung in Schwerte Untersuchungen zum Verhalten von organischen Spurenstoffen bei Filtrationsverfahren im Zuge der Trinkwasseraufbereitung durchgeführt. Ziel der Untersuchungen war die Entwicklung eines Testsystems, das dem Anwender die kurzfristige Prüfung der Wasserwerksrelevanz ermöglicht.

Im Einzugsgebiet der Ruhr herrscht aufgrund einer großen Bevölkerungsund Industriedichte ein hoher Bedarf an Trinkwasser. Um die Versorgung langfristig zu gewährleisten, wird Oberflächenwasser der Ruhr im Prozess der künstlichen Grundwasseranreicherung zu Trinkwasser aufbereitet. Nach Infiltration in den Boden und Untergrundpassage wird das Wasser gefasst und zur weiteren Aufbereitung dem Wasserwerk zugeführt.
 
Das durch naturnahe Aufbereitungsverfahren gewonnene Trinkwasser ist qualitativ hochwertig und erfüllt die Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Krankheitserreger und Stoffe in gesundheitsschädigenden Konzentrationen können nachweislich zurückgehalten werden [1].
 
[1] Umweltbundesamt: Deutsches Trinkwasser erhält die Bestnote „sehr gut“. Presseinformation Nr. 03/2012. 2012.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 03 - 2014 (März 2014)
Seiten: 6
Preis: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Victoria Drechsel
Frank Remmler
Dipl.-Geol. Christian Skark
Prof. Dr.- Ing. habil. Marc Wichern

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