Sicherheit in der Trinkwasserversorgung - Teil 1: Der Water Safety Plan (Wasser-Sicherheitskonzept) in der deutschen Wasserversorgung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im September 2004 die 3. Auflage der WHO „Guidelines for Drinking Water Quality“ (Richtlinien zur Trinkwasserqualität) veröffentlicht. Eine wichtige Neuerung in dieser Richtlinie betrifft die Empfehlung sogenannter „Water Safety Plans“ zur Risikoanalyse, -bewertung und -steuerung der Trinkwasserversorgung aufzustellen und einzuführen.

Die Water Safety Plans folgen dem prozessorientierten HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points)-Konzept aus der Lebensmittelindustrie, das für die Belange der Trinkwasserversorgung weiterentwickelt wurde und als weitere Säule neben der Endprodukt-Kontrolle zu sehen ist. Dieses Konzept wird von der WHO als Gemeinschaftsaufgabe von Wasserversorgungsunternehmen, Umwelt- und Gesundheitsbehörden bis hin zu den Hauseigentümern, d.h. allen Beteiligten in der Trinkwasserversorgung, verstanden. Erfahrungen zur Erstellung eines Water Safety Plan liegen zwischenzeitlich auch in Deutschland vor und wurden vom DVGW im Rahmen einer interdisziplinären Projektgruppe zusammengetragen und bewertet. Ergebnis dieser Projektgruppe ist die Ausarbeitung eines Hinweises zur Implementierung von Elementen des Water Safety Plan-Konzeptes in das bestehende nationale Regelwerk.



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH
Quelle: GWF 12/2007 (Dezember 2007)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. (FH) Frank Licht

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